InformationstechnologieKI in Werbung: New York will Hinweis – Gegenwind von Trump
SDA
12.12.2025 - 07:49
Zeigt eine Werbung Personen, die durch KI-Programme generiert werden, so muss dies in New York künftig gekennzeichnet werden
Keystone
Wenn in Werbung per KI generierte Personen statt echter Menschen auftauchen, sollen Konsumenten im Bundesstaat New York darauf hingewiesen werden.Das erste regionale Gesetz dieser Art in den USA sieht Strafzahlungen von 1000 bis 5000 Dollar bei Verstössen vor.
Keystone-SDA
12.12.2025, 07:49
SDA
Die Software ist inzwischen so gut, dass von KI generierte Personen in Bildern und Videos oft kaum noch von echten Menschen zu unterscheiden sind. Wenn solche digitalen Figuren verwendet werden, um Produkte zu verkaufen, müsse es Transparenz geben, damit Verbraucher nicht in die Irre geführt werden, argumentieren die Verfechter des New Yorker Gesetzes.
Erst diese Woche gab es Aufregung um einen Werbeclip mit KI-Personen. McDonald's in den Niederlanden zog ein komplett mit Software generiertes Videos zurück, nachdem es auf Kritik gestossen war.
Trump will keine KI-Gesetze in Bundesstaaten
Allerdings ist unklar, wie lange die New Yorker Vorgabe Bestand haben wird, denn US-Präsident Donald Trump geht nun gegen KI-Gesetze in einzelnen Bundesstaaten vor. Er unterzeichnete einen Erlass, der die US-Regierung anweist, die lokalen Gesetze zu analysieren. Wenn sie mit der Regierungsstrategie bei KI nicht im Einklang seien, solle das Justizministerium dagegen vor Gericht ziehen.
Das Argument der Regierung ist, ein Flickenteppich aus verschiedenen Vorschriften in 50 Bundesstaaten werde den Fortschritt der USA bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz hemmen. Auch die Tech-Branche wurde in Washington mit dieser Position vorstellig. Trump lockerte unterdessen auch zu unter Vorgänger Joe Biden eingezogenen Leitplanken für KI, die Schaden durch die neue Technologie verhindern sollten.
Nur «ideologisch neutrale» KI in Behörden
Das Weisse Haus schreibt in Anlehnung an einen Erlass Trumps zu Künstlicher Intelligenz von Juli vor, dass KI für den Einsatz in Behörden «ideologisch neutral» sein müsse. Die Rechten um Trump warfen Tech-Konzernen in den vergangenen Jahren immer wieder vor, deren Ansichten zu diskriminieren – auch wenn es dabei zum Beispiel um Faktenchecks zu nachweislich falschen Angaben ging. Diese Kritik weiteten sie zum Teil auch auf die KI-Modelle aus.
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
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