Kahlschlag in der Zentralschweiz Letzter Schweizer Papier-Hersteller streicht 65 Stellen

Sven Ziegler

11.8.2025

Die Perlen Papier AG spaltete sich im Juni 2024 von der CPH Group AG zur Perlen Industrieholding AG ab. (Archivbild)
Die Perlen Papier AG spaltete sich im Juni 2024 von der CPH Group AG zur Perlen Industrieholding AG ab. (Archivbild)
Keystone

Die Luzerner Perlen Papier AG reagiert auf die anhaltend schwierige Lage im europäischen Papiermarkt. Ab Herbst sollen rund 65 Arbeitsplätze wegfallen – trotz weiterlaufender Produktion.

Sven Ziegler

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Perlen Papier baut rund 65 Stellen ab, um Kosten zu senken
  • Grund ist die schwache Nachfrage und der Preisdruck im europäischen Markt
  • Beide Papiermaschinen sollen weiterlaufen, ein Sozialplan ist vorgesehen

Die Perlen Papier AG im luzernischen Rontal kündigt einen deutlichen Stellenabbau an. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, sollen rund 65 Arbeitsplätze gestrichen werden. Hintergrund ist eine anhaltend schwache Nachfrage nach Papier sowie eine zunehmende Konsolidierung im europäischen Markt.

Der Stellenabbau ist Teil eines umfassenden Programms, um die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken. Die betroffenen Mitarbeitenden wurden bereits informiert, für sie soll ein Sozialplan greifen. «Nebst Massnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostenverbesserung ist auch ein Stellenabbau unumgänglich», heisst es in der Mitteilung.

Produktion läuft weiter

Trotz der Sparmassnahmen sollen beide Papiermaschinen weiterbetrieben werden. Kunden sollen weiterhin gestrichenes Magazin- und Zeitungspapier in gewohnter Qualität erhalten. Bereits zuvor hatte Perlen Papier Kosten gesenkt – laut Unternehmen jedoch ohne ausreichende Wirkung.

Im vergangenen Geschäftsjahr hatte die Firma zwar mehr Papier verkauft, verbuchte jedoch aufgrund des hohen Preisdrucks einen Verlust.