KonsumLetzter Tag von Jelmoli an der Zürcher Bahnhofstrasse bricht an
we, sda
27.2.2025 - 15:56
Alles muss weg: Das Warenahaus Jelmoli öffnet morgen Freitag in Zürich zum letzten Mal seine Tore. Zum Verkauf stehen auch Gegenstände aus dem Inventar.
Keystone
Morgen Freitag öffnet das Warenhaus Jelmoli an der Zürcher Bahnhofstrasse ein letztes Mal in dieser Form. Dann gehen die Lichter im Traditionskaufhaus nach über 125 Jahren aus. Die allerletzten Schnäppchen liegen bereit – unter anderem auch Inventar.
Keystone-SDA, we, sda
27.02.2025, 15:56
SDA
Die Immobiliengesellschaft Swiss Prime Site (SPS) hatte im Februar 2023 entschieden, das Jelmoli-Haus nahe der Bahnhofstrasse zu schliessen. Unter anderem wegen des Online-Shoppings und des sich ändernden Konsumverhaltens. Ursprünglich war die Schliessung des ältesten Zürcher Warenhauses, die schweizweit für Schlagzeilen sorgte, bereits für Ende 2024 geplant – es wurden dann aber noch zwei Monate angehängt.
Auf Jelmoli folgt Manor
Geplant ist, das Warenhaus umzubauen und den aktuellen Marktbedürfnissen anzupassen. Konkret wird Manor per 2027 in den Glaspalast einziehen und 13'000 Quadratmeter Fläche auf drei Etagen nutzen, auch ein Restaurant ist geplant. Den bisherigen Standort an der Bahnhofstrasse hatte Manor wegen stark gestiegener Mietpreise nach jahrelangem Rechtsstreit aufgegeben.
Mit dem Einzug von Manor ist das «neue» Jelmoli-Haus nun zur Hälfte vermietet. Auf der anderen Hälfte der Fläche entstehen in den oberen Geschossen Büroräume sowie ein Gastronomie- und Freizeitangebot. Auf der Dachterrasse soll es ebenfalls ein Restaurant geben.
Guglielmoli aus Italien
Die Geschichte von Jelmoli beginnt 1833 mit Giovanni Pietro Guglielmoli. Dieser kam im Auftrag einer Textilhandel-Firma von Italien nach Zürich und nannte sich fortan Johann Peter Jelmoli.
1887 begann der Bau des Warenhauses, das 1899 als Jelmoli-Glaspalast eröffnet wurde und mit seinen festen Preisen eine neue Ära des Einkaufens einleitete. Das Kaufhaus wurde schnell zu einer der erfolgreichsten Adressen in Zürich.
In den 1990er-Jahren gingen Umsatz und Gewinn im Warenhausgeschäft aber stetig zurück. Eine Konsumflaute machte sich bemerkbar. Nach verschiedenen Besitzerwechseln gehört Jelmoli seit 2009 der SPS.
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