NahrungsmittelLindt & Sprüngli hat 2024 Profitabilität weiter gesteigert
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4.3.2025 - 07:27
Trotz höherer Rohstoffpreise, wie zum Beispiel für Kakao, konnte Lindt & Sprüngli die Profitabilität im vergangenen Jahr steigern. Im Jahr 2025 will der Schokoladenkonzern weiter wachsen und die Margen erneut steigern.(Archivbild)
Keystone
Der Premiumschokoladen-Hersteller Lindt & Sprüngli hat im letzten Jahr trotz hoher Kakao-Preise die Profitabilität weiter gesteigert und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Aktionäre erhalten eine höhere Dividende.
Keystone-SDA, to
04.03.2025, 07:27
04.03.2025, 08:07
SDA
Der Produzent von Lindorkugeln, Pralinés und Schoggihasen schrieb im Geschäftsjahr 2024 einen Betriebsgewinn (EBIT) von 884,2 Millionen Franken. Das entspricht einer Steigerung um 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die operative Gewinnmarge stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 16,2 Prozent.
Lindt kämpfte mit rekordhohen Kakaopreisen, beträchtlichen Preissteigerungen und einer gedämpften Konsumentenstimmung. Eine straffe Kostenkontrolle, Effizienzsteigerungen, Prozessoptimierungen und Preissteigerungen zur Kompensation der hohen Kakaokosten hätten zur höheren Profitabilität beigetragen, schrieb das Unternehmen. Positiv wirkte sich auch eine Entschädigung im US-Rechtsstreit mit einem Logistikunternehmen aus.
Unter dem Strich blieb ein Reingewinn von 672,3 Millionen Franken. Das sind 0,1 Prozent mehr als im Jahr davor. Ohne einen einmaligen Steuereffekt im Jahr 2023 wäre der Nettogewinn deutlich gestiegen. 2023 hatte Lindt von einer einmaligen Steuerermässigung im Zuge der Einführung der globalen Mindestbesteuerung und der Schweizer Steuerreform profitiert.
Wie bereits seit Januar bekannt, ist Lindt 2024 stark gewachsen und hat bei einem volumenmässig schrumpfenden Weltmarkt weltweit Marktanteile gewonnen. Der Jahresumsatz stieg um 5,1 Prozent auf 5,47 Milliarden Franken. Es ist das zweite Mal in der Unternehmensgeschichte, dass die 5-Milliarden-Marke übertroffen wurde.
Dubai-Schokolade ein Renner
Als «grösstes Ereignis des Jahres» bezeichnet Lindt im Geschäftsbericht die Einführung der eigenen Dubai-Schokoladentafel kurz vor Weihnachten als Reaktion auf einen «beispiellosen Hype» in den sozialen Medien. In den Lindt-Retail-Stores seien Konsumenten «stundenlang angestanden», um das Rezept zu probieren. Der Erfolg veranlasste das Unternehmen zur Kreation der Lindt Dubai Style Chocolade nach ähnlichem Rezept für den Grosshandel.
In Europa verzeichnete Lindt ein organisches Wachstum von 9,5 Prozent mit zweistelligen Zuwächsen in Märkten wie Grossbritannien, Mittel- und Osteuropa, Frankreich und Benelux. In Nordamerika stieg der Umsatz mit 5,0 Prozent unterdurchschnittlich. Herausforderungen lagen dort laut Lindt bei vorgezogenen Osterbestellungen schon im Jahr 2023 und Lagerbestandsreduktionen bei grossen Einzelhändlern. Die Region «Rest der Welt» erzielte ein organisches Wachstum von 10,0 Prozent, insbesondere dank Zuwächsen in Brasilien, Japan und China.
1500 Franken pro Aktie
Vom Geschäftsgang sollen die Aktionäre nun in Form einer höheren Dividende profitieren. Die Inhaber von Lindt-Namenaktien – ein Stück davon gehört mit einem Kurswert von über 109'000 Franken zu den teuersten Aktien der Welt – erhalten eine um 100 Franken höhere Dividende von 1500 Franken pro Aktie. Beim Partizipationsschein geht die Dividende um 10 auf 150 Franken hoch.
Mit den vorgelegten Resultaten übertrifft Lindt & Sprüngli sämtliche Schätzungen der Analysten gemäss AWP-Konsens, sowohl beim EBIT, als auch bei der Marge, beim Reingewinn und der Dividende.
Ziele bestätigt
Das Unternehmen bestätigte die Ziele für das laufende Jahr, in dem das Unternehmen sein 180-jähriges Bestehen feiert. Für 2025 rechnet Lindt & Sprüngli damit, dass der Konsumtrend weg von Quantität hin zu qualitativ hochwertiger Premium-Schokolade anhält. Trotz weiteren Preisanpassungen erwartet die Gruppe eine Steigerung des organischen Wachstums von 7 bis 9 Prozent sowie eine Verbesserung der operativen Gewinnmarge um 20 bis 40 Basispunkte.
Für die Jahre danach bestätigt das Unternehmen unverändert die strategischen mittel- bis langfristigen Ziele eines organischen Umsatzwachstums von 6 bis 8 Prozent mit einer Verbesserung der operativen Gewinnmarge von 20 bis 40 Basispunkten pro Jahr.
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