Streit um Schoko-KugelnLindt & Sprüngli setzt sich vor Handelsgericht gegen Aldi durch
dpa
14.4.2026 - 15:08
Produktion der Lindor-Kugeln in der Schokoladenfabrik Lindt & Sprüngli in Kilchberg ZH: Aldi kam dem Original zu nahe, urteilt das Handelsgericht.
Archivbild:KEYSTONE
Im Markenrechtsstreit um Schokoladenkugeln entscheidet ein Schweizer Gericht zugunsten von Lindt. Was Aldi Suisse nun mit seinen Produkten machen muss.
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14.04.2026, 15:08
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Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Das Handelsgericht in Aarau AG gibt in einem Rechtsstreit Lindt & Sprüngli gegen Aldi recht.
Die «Feine Schokoladenkugel» von Aldi ist demnach der Lindor-Kugel von Lindt & Sprüngli zu nahe.
Aldi muss nun die Umsätze abgeben, die mit den roten Kugeln gemacht worden sind. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Der Discounter Aldi Suisse muss rot verpackte Schokoladenkugeln in der Schweiz vom Markt nehmen. Das Handelsgericht im Kanton Aargau sieht eine Verwechslungsgefahr mit den Lindor-Kugeln des Schweizer Schokoladenherstellers Lindt & Sprüngli, wie aus einem Urteil hervorgeht.
Lindt hatte wegen der Schokoladenkugeln gegen Aldi geklagt. Das Handelsgericht gab dem Unternehmen in Bezug auf die rot verpackten Kugeln recht: «Die Beklagte lehnt ihre rote ‹Feine Schokoladenkugel› in unnötiger Weise (...) an die rote Lindor-Kugel an», heisst es in dem Urteil.
Es gebe keine sachliche Rechtfertigung dafür, dass Aldi seine Schokokugeln in einer Aufmachung anbiete, die den Lindor-Kugeln so ähnlich sei.
Aldi muss Umsatz mit roten Kugeln angeben
Bei farbig anders verpackten Kugeln sah das Gericht dagegen keine Verwechslungsgefahr. Das Gericht forderte Aldi Suisse auf, die Anzahl der verkauften Kugeln und den damit erzielten Umsatz zu beziffern.
Die Lindor-Kugeln sind ein Markenzeichen von Lindt. Sie sind wie ein Bonbon verpackt und werden sowohl einzeln als auch in grösseren Packungen verkauft. Aldi verkaufte seine Kugeln unter dem Markennamen «Moser Roth» nach eigenen Angaben seit 2016 in der Schweiz.
Das Urteil fiel bereits am 10. März, ist aber noch nicht rechtskräftig. Zuerst hat die «Aargauer Zeitung» darüber berichtet.
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