Nur noch «bedarfsgerechte Reinigung» Lufthansa testet «Light Cleaning» auf Kurzstrecken

Oliver Kohlmaier

20.3.2026

Die Lufthansa testet auf Kurzstrecken derzeit ein neues Reinigungskonzept.
Die Lufthansa testet auf Kurzstrecken derzeit ein neues Reinigungskonzept.
Boris Roessler/dpa (Archivbild)

«Light Cleaning» für mehr Effizienz? Die Lufthansa testet laut einem Medienbericht, ihre Flugzeuge auf Kurzstrecken weniger gründlich zu reinigen. Eine der Massnahmen wurde jedoch bereits wieder kassiert.

Redaktion blue News

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  • Die Lufthansa testet einem Bericht zufolge derzeit ein neues Reinigungskonzept.
  • Beim «Light-Cleaning» wird zumindest in der Economy-Class nur eine «bedarfsgerechte Reinigung» durchgeführt.
  • Von den Tests ausgenommen sind die grossen Drehkreuze Frankfurt und München, ebenso wie die Night Stops.

Die Lufthansa testet auf ausgewählten Flügen innerhalb Europas, die Economy-Class ihrer Jets weniger zu reinigen. Dies berichtet «aeroTELEGRAPH» unter Berufung auf ein internes Dokument an Mitarbeiter*innen der Airline. Demnach läuft der Test des neuen Reinigungskonzeptes seit dem 16. März und soll am 29. März abgeschlossen sein.

Ziel der Textaktion sei es, «kommerzielle und operative Potenziale» eines sogenannten «Light-Cleaning»-Konzepts zu prüfen. Dem Dokument zufolge werden First- und Business-Class weiterhin vollständig gereinigt, während in der Economy-Class nur noch eine «bedarfsgerechte Reinigung» durchgeführt wird.

Statt einer vollständigen Reinigung führe die Crew somit eine sogenannte «Spot-Cleaning»-Kontrolle durch, prüft also, wo eine Reinigung notwendig erscheint. So würden etwa die Waschräume nur noch auf Anfrage gereinigt sowie Abfall aus den Sitztaschen entfernt.  Dem Bericht zufolge sind die grossen Drehkreuze München und Frankfurt von den Tests ausgenommen, gleiches gilt für die sogenannten Night Stops.

Sitzgurte bleiben gekreuzt

Die Lufthansa will testen, ob sich mit dem Reinigungskonzept Zeit und Kosten sparen lassen. Die Airline will demnach ebenso die Art überprüfen, wie das Reinigungspersonal zum Einsatz kommt. So wolle man etwa testen, ob an den Aussenstationen künftig nur noch zwei statt vier Personen einsetzen könne, welche das Flugzeug dann jedoch 10 statt nur 5 Minuten reinigen. 

Nach Abschluss der Tests sollen die Ergebnisse umfassend ausgewertet werden, sowohl hinsichtlich wirtschaftlicher Effekte, also auch hinsichtlich der Kundenzufriedenheit und Rückmeldungen der Crews. Gegenüber «aeroTELEGRAPH» erklärt Lufthansa die Notwendigkeit mit wirtschaftlichen Gründen: «Im Rahmen des Projekts Turnaround werden aktuell zahlreiche Prozessoptimierungen zur Steigerung der Effizienz und zum noch besseren Einsatz von Ressourcen geprüft», wird ein Lufthansa-Sprecher zitiert.

Wie es in dem Bericht weiter heisst, wurde indessen eine der vorgesehenen Massnahmen bereits wieder kassiert. Entgegen des ursprünglichen Vorhabens, die Sitzgurte nicht mehr zurechtzulegen, seien diese nach Rückmeldungen von Mitarbeiter*innen inzwischen wieder gekreuzt.