VolkswirtschaftMehr Fusionen und Übernahmen in der Schweiz
SDA
14.1.2026 - 09:10
Grösste Transaktion in der Schweiz war im vergangenen Jahr die Abspaltung von Amrize durch den Zementkonzern Holcim. (Archivbild)
Keystone
In der Schweiz sind im vergangenen Jahr mehr Fusionen und Übernahmen getätigt worden als im Jahr davor. Der grösste Deal war die vom Baustoffkonzern Holcim durchgeführte Abspaltung des Nordamerikageschäfts Amrize.
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14.01.2026, 09:10
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Das Beratungsunternehmen KPMG zählte 502 M&A-Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 166,8 Milliarden US-Dollar mit Schweizer Beteiligung, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch hiess. Damit wurden die 464 Deals zu 115,1 Milliarden von 2024 übertroffen.
Die Erwartungen der Marktteilnehmer seien im vergangenen Jahr in einem nach wie vor schwierigen ökonomischen Umfeld allerdings nicht ganz erfüllt worden, hiess es weiter.
Amrize an der Spitze
Rund 69,7 Milliarden Dollar oder knapp 40 Prozent des gesamten Volumens entfielen 2025 auf die fünf grössten M&A-Deals. Der grösste war der Spin-off des Nordamerikageschäfts von Holcim mit dem Namen Amrize. Dieser Deal allein umfasste 33,7 Milliarden Dollar.
Auf dem zweiten Rang folgt der Kauf von Avidity Biosciences durch Novartis im Umfang von 12,0 Milliarden Dollar. Und auf Rang drei steht die Fusion der Versicherer Baloise und Helvetia, die mit einem Transaktionswert von 10,8 Milliarden über die Bühne ging.
Auf Sektoren aufgeteilt war Pharmaceuticals & Life Sciences mit 74 Transaktionen und einem Volumen von 53,0 Milliarden der Treiber des M&A-Geschäfts. Der Bereich Technologie, Medien und Telekommunikation (TMT) war mit 84 Deals der aktivste Sektor. Da Mega-Deals fehlten, belief sich das Transaktionsvolumen aber auf lediglich 9,8 Milliarden.
In der Industrie wurden 2025 laut KPMG 72 Deals mit einem Volumen von noch 8,8 Milliarden Dollar verzeichnet. Im Jahr 2024 hatte der Sektor mit 84 Deals noch den Spitzenrang belegt. Das Volumen hatte sich in der Industrie damals auf 24,4 Milliarden Dollar belaufen.
Leichtes Wachstum erwartet
Angesichts der aktuellen Auftragslage, des wirtschaftlichen Ausblicks und der anhaltenden Zurückhaltung vieler Unternehmen rechnen die Experten von KPMG im laufenden Jahr mit einer moderaten Zunahme der M&A-Aktivität.
Vor allem die Zahl von Transaktionen mit Private Equity-Beteiligung dürfte leicht ansteigen. Im vergangenen Jahr entfielen auf diesen zentralen Teil des Schweizer M&A-Marktes 142 Transaktionen mit einem Volumen von 46,2 Milliarden Dollar.
Gleichzeitig dürften laut KPMG technologische Faktoren die M&A-Landschaft weiterhin prägen. Insbesondere Digitalisierungsprojekte würden die Deal-Aktivität beeinflussen. Die Beurteilung von KI- und Cyber-Resilienz sei zu einem wichtigen Faktor für jede Transaktion geworden, hiess es.
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