AutoindustrieMercedes steigt mit chinesischem Partner ins Robotaxi-Geschäft ein
SDA
9.12.2025 - 13:49
Auch der deutsche Autobauer Mercedes-Benz steigt in das Geschäft mit Robotaxis ein. Dabei spannt der Konzern mit dem chinesischen Softwareunternehmen Momenta zusammn.(Symbolbil)
Keystone
Mercedes-Benz steigt in das Geschäft mit Robotaxis ein. Der Autohersteller kündigte gemeinem mit dem chinesischen Softwarepartner Momenta einen fahrerlosen Shuttle-Service auf Basis der neuen S-Klasse an. Erste Testfahrzeuge sollen in Kürze in Abu Dhabi unterwegs sein
Keystone-SDA
09.12.2025, 13:49
SDA
Betrieben werde die künftige Robotaxi-Flotte dort vom lokalen Mobilitätsanbieter Lumo, teilte das Dax-Unternehmen aus Stuttgart am Dienstag mit. Nach einer ersten Testphase beabsichtigen die Partner demnach eine breitere Einführung an weiteren Standorten und in anderen Märkten. Technikchef und Entwicklungsvorstand Jörg Burzer teilte mit: «Mit einem S-Klasse Robotaxi legen wir die Messlatte für automatisierte Mobilität höher».
Bei den Robotaxis handelt es sich den Angaben nach um ein Level-4-System – die Fahrzeuge können also in festgelegten Gebieten und unter bestimmten Einsatzbedingungen autonom fahren. Interessant ist der Schritt auch deshalb, weil sich die Schwaben zuletzt aus dem klassischen Taxi-Geschäft immer weiter zurückgezogen hatten. Um die Entwicklung des autonomen Fahrens zu beschleunigen, prüft Mercedes den Angaben nach auch die Möglichkeiten eines Robotaxi-Ökosystems auf Basis einer Nvidia-Plattform.
Anbieter drängen auf den Markt
Als führend bei Robotaxis gilt Waymo. Die fahrerlosen Robotaxis der Google-Schwesterfirma sind in einer Handvoll von US-Städten unterwegs und machen inzwischen Hunderttausende bezahlte Fahrten mit Passagieren pro Woche. Im kommenden Jahr will Waymo auch in Europa starten, zunächst in London. Aber auch andere Unternehmen haben Ambitionen in dem Milliardenmarkt – darunter Tesla, die Amazon-Tochter Zoox, der Fahrdienst-Vermittler Uber, Volkswagen mit dem vollautonomen Minibus ID-Buzz und chinesische Anbieter wie WeRide.
Mercedes dürfte sich mit dem neuen Angebot von anderen Anbietern absetzen wollen: Die S-Klasse ist das Aushängeschild des Konzerns, gilt als luxuriös und bietet Gästen auf den hinteren Sitzplätzen viel Platz. Ende Januar stellt der Autobauer eine vor allem technisch überarbeitete Version der Limousine vor.
Beim hochautomatisierten Fahren nach Level 3, bei dem der Fahrer zeitweise die Verantwortung ans Auto abgeben kann, ist Mercedes bisher gut aufgestellt: Die Marke bietet für Privatkunden in der S-Klasse und dem E-Pendant EQS ein System an, das bis Tempo 95 auf der Autobahn das Lenkrad übernehmen darf. In den nächsten fünf Jahren will Mercedes die Maximalgeschwindigkeit auf 130 Kilometer pro Stunde erhöhen.
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
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