WEF 2026Milliardärsvermögen wächst dreimal schneller als in den Vorjahren
SDA
19.1.2026 - 01:01
Elon Musk verdient in vier Sekunden so viel, wie der Durchschnitt in einem ganzen Jahr. (Archivbild)
Keystone
Das Vermögen von Milliardärinnen und Milliardären ist 2025 mit einem Wachstum von 16 Prozent schneller gewachsen als in den fünf Jahren zuvor. Der Vermögenszuwachs entspricht fast dem gesamten Vermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung.
Keystone-SDA
19.01.2026, 01:01
SDA
Das Vermögen der Superreichen wuchs um 2,5 Billionen US-Dollar und hat mit einem Gesamtvermögen von 18,3 Billionen US-Dollar einen neuen Höchstwert erreicht. Das zeigt der Bericht «Resisting the Rule of the Rich» der Hilfsorganisation Oxfam, der am Montag zum Start des World Economic Forum in Davos GR veröffentlicht wurde. Seit März 2020 hat das Gesamtvermögen der Milliardärinnen und Milliardäre inflationsbereinigt um 81 Prozent oder 8,2 Billionen US-Dollar zugelegt.
Der Unternehmer Elon Musk ist der reichste Mann der Welt. Er verdiene in vier Sekunden so viel wie ein Mensch im weltweiten Durchschnitt in einem Jahr, schrieb Oxfam. Knapp die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Armut und lebt von weniger als 8,30 US-Dollar pro Tag. Die ärmere Hälfte der Bevölkerung besitzt nur 0,52 Prozent des weltweiten Vermögens, während das reichste Prozent 43,8 Prozent besitzt.
Der Bericht verdeutliche auch, wie sich Superreiche mit ihren beispiellosen Ressourcen politische Macht sichern und die öffentliche Meinungsbildung beeinflussen, um die Regeln von Wirtschaft und Gesellschaft zu ihrem eigenen Vorteil zu gestalten, so die Organisation. Superreiche stützten ihre politische Macht durch die finanzielle Einflussnahme auf Politik, Eigentum, die Kontrolle von Medien und direkten Zugang zu politischen Ämtern. Das gefährde die Demokratie, schrieb Oxfam.
Die Zahlen zum Vermögen der Superreichen basieren auf der Forbes-Milliardärsliste von November 2025 und die Zahlen zur Armut stammen von der Weltbank in Washington.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
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