BekleidungModekette H&M und Entsorger Remondis wollen Kleidung recyceln
tv
15.2.2023 - 18:52
Berge von entsorgten Kleidern auf einer Müllhalde in China. Die Modekette H&M hat jetzt zusammen mit dem deutschen Recycling-Konzern Remondis ein Joint Venture gegründet, um Textilien wiederzuverwerten. (Symbolbild)
Keystone
Für das Recycling von Kleidern ziehen der deutsche Abfallkonzern Remondis und die schwedische Modekette H&M an einem Strang.
Keystone-SDA, tv
15.02.2023, 18:52
SDA
Man habe das Gemeinschaftsunternehmen Looper Textile gegründet, um gebrauchte und nicht länger genutzte Textilien zu sammeln, zu sortieren und zu verkaufen, teilten das Entsorgungsunternehmen aus Lünen bei Dortmund und der Handelskonzern aus Stockholm am Mittwoch mit. 60 Prozent der nicht länger genutzten Textilien landeten derzeit in der EU direkt im Müll und nur 40 Prozent würden recycelt, sagte Looper-Chefin Emily Bolon. Mit dem Bau von Infrastruktur und Lösungen zur Sammlung werde man in Sachen Kreislaufwirtschaft hoffentlich vorankommen. Die Firma setzt dabei auf neue Sortiertechnologien.
Umweltschützer sehen es grundsätzlich positiv, wenn Alttextilien besser recycelt werden als bisher. Viola Wohlgemuth von Greenpeace sieht die Gemeinschaftsfirma dennoch kritisch – aus ihrer Sicht ist H&M eine Fast-Fashion-Firma, die mit ihrem Geschäftsmodell schnelllebiger Klamotten wichtige Ressourcen verschwende. «Es geht bei dem Gemeinschaftsunternehmen im Kern nicht um Nachhaltigkeit, sondern darum, sich wertvoller werdende Textilien-Stoffströme zu sichern.»
Wohlgemuth verwies auf eine EU-Strategie, die den Einsatz von recycelten Fasern forcieren soll – die Nachfrage hiernach werde also steigen, wovon H&M und Remondis mit dem Gemeinschaftsunternehmen profitieren wollten. Die Umweltschützerin fordert, Textilen nur noch so herzustellen, dass sie mit bestehender Technik wiederverwertet werden können und nicht wie bisher in Müllverbrennungsanlagen verbrannt oder als Abfall exportiert werden. «Dafür müssen sich H&M und die ganze Fast-Fashion-Branche dringend ändern.»
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik