28 Stellen betroffenMühlenbetreiberin Minoteries schliesst Standort in Zollbrück BE
SDA
5.5.2026 - 22:06
Die vor der Schliessung stehende Steiner Mühle verarbeitet als einzige Mühle der Schweiz ausschliesslich biologisches und biodynamisches Getreide.
Archivbild: Keystone
Die Mühlenbetreiberin Groupe Minoteries zentralisiert ihre Produktion und schliesst in diesem Zusammenhang die Steiner Mühle in Zollbrück BE im ersten Halbjahr 2027. Betroffen sind 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Keystone-SDA
05.05.2026, 22:06
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Die Groupe Minoteries schliesst die Steiner Mühle in Zollbrück BE bis Mitte 2027 und verlagert die Produktion an andere Standorte in der Schweiz.
Von der Schliessung sind 28 Mitarbeitende betroffen, für sie ist ein Sozialplan vorgesehen.
Das Unternehmen begründet den Schritt mit hohen Investitionskosten und erwartet ab 2027 Effizienzgewinne durch die Zentralisierung.
Die Schliessung des Standorts Zollbrück BE erfolge «vor dem Hintergrund regulatorischer und struktureller Anforderungen», die mit erheblichen Investitionen in Zollbrück verbunden wären, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstagabend. Die Gruppe habe nun beschlossen, die vorhandenen Kapazitäten sowie die «hochmodernen Ressourcen» an ihren Standorten in Granges-près-Marnand VD und Müllheim-Wigoltingen TG zu nutzen.
So würden die in Zollbrück hergestellten Bio-Mehle am Standort Granges-près-Marnand zentralisiert, wo eine Mühle für Spezialmehle zur Verfügung stehe. Spezialitäten wie Griess, Flocken und Müsli würden künftig am Standort der Schweizerischen Schälmühle E. Zwicky AG in Müllheim-Wigoltingen produziert, die 2025 in die Gruppe integriert wurde. Mit der Umstrukturierung würden die Synergien zwischen den Standorten gestärkt, die Logistikabläufe vereinfacht und die Auslastung der bereits vorhandenen Produktionskapazitäten verbessert, heisst es.
Die Steiner Mühle, die nun geschlossen wird, gehört seit 2011 zur Minoteries-Gruppe. Der Standort habe sich durch sein Know-how in der Verarbeitung von Getreide, Hülsenfrüchten und Saaten unter den Labels Bio und Demeter einen Namen gemacht. Es werde eine Nachfolgelösung für die Infrastruktur gesucht und den betroffenen 28 Mitarbeitenden werde ein Sozialplan vorgelegt.
Die Mühlenbetreiberin hat nun eine Rückstellung von rund 3 Millionen Franken für die Abschreibung des Restwerts der Infrastruktur sowie für den Finanzierungsbedarf des Sozialplans gebildet, wie es weiter heisst. Diese Rückstellung werde das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres negativ beeinflussen. Dagegen werde der Cashflow des Unternehmens durch die ausserordentliche Abschreibung nicht beeinträchtigt. Ab 2027 soll die Restrukturierung zu einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit führen.
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