ÖlNächster Versuch: Lukoil plant Verkauf an US-Firma Carlyle
SDA
29.1.2026 - 11:09
Nachdem Gunvor nicht durfte: Greift jetzt Carlyle bei Luoil zu? (Archivbild)
Keystone
Der mit US-Sanktionen belegte russische Ölkonzern Lukoil plant den Verkauf seines Auslandsgeschäfts an die US-Investmentfirma Carlyle. Es sei ein Vertrag geschlossen worden, der aber von der Zustimmung der US-Finanzbehörde abhängig sei, teilte Lukoil mit.
Keystone-SDA
29.01.2026, 11:09
SDA
Das Geschäft in Kasachstan soll Lukoil zufolge von dem Verkauf an Carlyle ausgenommen werden. Gleichzeitig werde mit anderen möglichen Käufern verhandelt. Von Carlyle gab es bislang keine Stellungnahme.
Verkauf in die Schweiz scheiterte
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Oktober Sanktionen gegen die grossen russischen Ölkonzerne Rosneft und Lukoil verhängt, um Moskau zu einem Ende des Ukraine-Kriegs zu drängen. Danach scheiterte ein Versuch von Lukoil, seine ausländischen Vermögenswerte an den Schweizer Rohstoffhändler Gunvor zu verkaufen.
Das US-Finanzministerium legte sein Veto ein, weil ein Gründer von Gunvor der russische Geschäftsmann Gennadi Timtschenko war, ein Vertrauter von Kremlchef Wladimir Putin. Timtschenko hat sich allerdings schon 2014 aus der Firma zurückgezogen.
US-Investmentfirma
Der neue potenzielle Käufer The Carlyle Group mit Sitz in Washington ist eine der grössten Investmentfirmen der Welt und verwaltet nach eigenen Angaben Vermögenswerte von 474 Milliarden US-Dollar.
Die Auslandsgeschäfte von Lukoil umfassen Hunderte Tankstellen in etwa 20 Ländern, auch in der EU, und mehrere Raffinerien. Dazu ist die russische Firma an Förderprojekten in den ehemaligen Sowjetrepubliken Aserbaidschan, Kasachstan, Usbekistan, aber auch in anderen Staaten beteiligt.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik