NahrungsmittelNestlé hat bereits Ende November Cereulid in Fabrik nachgewiesen
SDA
30.1.2026 - 12:51
Der Nahrungsmittelriese Nestlé hat bereits Ende November in einer Fabrik für Säuglingsmilch in den Niederlanden das Toxin Cereulid in Babynahrung nachgewiesen. Dieses kann Erbrechen und Durchfall auslösen. (Archivbild)
Keystone
Der Nahrungsmittelriese Nestlé hat bereits Ende November in einer Fabrik für Säuglingsmilch in den Niederlanden das zuletzt vieldiskutierte Toxin Cereulid in Babynahrung nachgewiesen. Dieses kann Erbrechen und Durchfall auslösen.
Keystone-SDA
30.01.2026, 12:51
SDA
Bis der Konzern die Ursprungsquelle eruieren konnte, dauerte es mehrere Wochen. «Ende November 2025 haben wir im Rahmen routinemässiger Kontrollen nach der Installation neuer Anlagen an einer Produktionslinie in unserer Fabrik in den Niederlanden sehr geringe Mengen Cereulid in Produktproben festgestellt», erklärte der Westschweizer Konzern in einer Chronologie der Ereignisse, die in der Nacht auf Freitag publiziert wurde.
Die Produktion an der betroffenen Linie wurde danach gestoppt. Am 10. Dezember informierte Nestlé die niederländischen Behörden sowie 16 potenziell betroffene Ländermärkte und die EU-Kommission.
Im Verlauf der weiteren Untersuchung erkannte Nestlé, dass die Verunreinigung nicht von der Produktionsanlage in den Niederlanden herrührte, sondern auf ein von einem Dritten bezogenes Öl zurückging. Dieses Öl hatte Nestlé in der Schweiz verarbeitet und als Mixtur in seine Werke weltweit verteilt.
Öl von 2025 verschmutzt
Laut Nestlé haben die ersten Analyseergebnisse aus eigenen Laboren am 23. Dezember bestätigt, dass die gelieferte Öl-Mischung die Kontaminationsquelle war. Nestlé konnte die Kontamination auf Öl-Lieferungen im Jahr 2025 eingrenzen. Lieferungen aus früheren Jahren waren gemäss Tests offenbar nicht betroffen.
Bestätigt wurde diese Information am 29. Dezember. Damit war klar, dass es sich nicht um ein Problem nur von Nestlé sondern der ganzen Industrie handelte, die mit dem entsprechenden Zulieferer zusammenarbeitete.
Daraufhin informierte Nestlé den Lieferanten, die Behörden und die Branche. Ab dem 2. Januar informierte Nestlé die Behörden in gegen 60 Ländern und es kam nach und nach zu öffentlichen Rückrufen der betroffenen Chargen von Säuglingsnahrung.
Auch andere Hersteller betroffen
Andere Babynahrungshersteller wie der französische Konzern Danone oder die Schweizer Nahrungsmittelherstellerin Hochdorf riefen ebenfalls bestimmte Produkte zurück, weil sie mit demselben Zulieferer zusammengearbeitet haben. Gewisse Rückrufe erfolgten allerdings teils erst zwei bis drei Wochen später. Die Gründe hierfür sind unklar.
Die französische Zeitung «Le Monde» widerspricht der Darstellung von Nestlé. Der vom Unternehmen genannte Zeitplan stimme nicht, behauptete die Zeitung am Freitag.
Laut einer «hochrangigen Quelle» sei das mit Arachidonsäure angereicherte Öl Nestlé bereits am 10. Dezember als Quelle für die Verunreinigung bekannt gewesen, was sogleich den Behörden gemeldet worden sei.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik