GetränkeNestlé Waters erhält positiven Entscheid zum Perrier-Betrieb
SDA
19.12.2025 - 12:49
Nestlé darf in seinem Perrier-Werk in Südfrankreich weiterhin natürliches Mineralwasser gewinnen. Der Präfekt des Départements Gard hat einen entsprechenden Antrag von Nestlé Waters genehmigt. (Archivbild)
Keystone
Nestlé Waters darf in seinem Werk in Südfrankreich weiterhin natürliches Mineralwasser gewinnen. Der Präfekt des Départements Gard hat einen entsprechenden Antrag der Nestlé-Tochter Nestlé Waters Supply Sud genehmigt.
Keystone-SDA
19.12.2025, 12:49
SDA
Nestlé darf laut dem Entscheid am Standort in Vergèze unter Auflagen und verstärkter Überwachung an zwei Bohrlöchern natürliches Mineralwasser produzieren. Mitte August hatte Nestlé Waters Supply Sud einen Überprüfung zur Betriebsgenehmigung für die Abfüllung des natürlichen Mineralwassers «Source Perrier» beantragt.
Grundlage für den nun positiven Entscheid sei ein Gesundheitsgutachten gewesen, hiess es. Der Gutachter habe Ende November mit einigen Vorbehalten eine positive Stellungnahme und eine Empfehlung zur Sachlage abgegeben, auch mit Blick auf die Definition von natürlichem Mineralwasser. Zudem habe sich auch Rat für Umwelt, Gesundheits- und Technologierisiken positiv dazu geäussert.
Nach einem Zwischenfall in einer nahe gelegenen Kläranlage musste Nestlé Waters die Produktion von Mineralwasser in Vergèze vorübergehend stillgelegen. Dort werden die grünen Perrier-Flaschen hergestellt, die bereits von einem Skandal um illegale Filter betroffen waren.
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
Ifo-Präsident fordert «Frühling der Reformen»
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
11.12.2025
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
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