EiermarktNicht genügend Schweizer Eier für erhöhte Nachfrage
lt, sda
1.3.2025 - 09:01
Genügend Eier wird es auch an diesen Ostern geben, einfach nicht alle aus der Schweiz. (Archivbild)
Keystone
Die Schweizer Eier reichen in diesem Jahr nicht, um die erhöhte Nachfrage zu decken. Sorgen müssen sich die Konsumentinnen und Konsumenten zu Ostern aber nicht machen. Einziges Problem: Eier aus der Schweiz könnten in den Regalen der Supermärkte rar sein.
Keystone-SDA, lt, sda
01.03.2025, 09:01
SDA
Nach dem starken Rückgang nach der Corona-Pandemie steigt die Schweizer Nachfrage nach Eiern seit zwei Jahren wieder kontinuierlich an. Das sagte der Präsident von Gallo Suisse, Daniel Würgler, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte damit am Freitag entsprechende Medienberichte.
Während Schweizerinnen und Schweizer im Jahr 2022 durchschnittlich 186 Eier pro Kopf assen – inklusive Importeier – waren es 2023 bereits wieder 189 und 2024 198 Eier pro Kopf. Das sind mehr als im zweiten Corona-Jahr 2021 mit 195.
Auch Schweizer Eier seien mittlerweile in allen Bereichen gefragt, natürlich hauptsächlich im Konsum, aber auch vermehrt in der Industrie, der Verarbeitung und der Gastronomie. Bei den Schaleneiern liegt der Inlandanteil gemäss dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) bei rund 72 Prozent. Deren Pro-Kopf-Konsum stieg von rund 121 Eiern im Jahr 2023 auf rund 124 Eier im letzten Jahr.
1124 Millionen in der Schweiz produzierte Eier
Gleichzeitig habe auch die einheimische Eierproduktion zugelegt, sagte Würgler. Waren es 2023 noch 1093 Millionen in der Schweiz produzierte Eier, stieg die Zahl im letzten Jahr um 2,8 Prozent auf 1124 Millionen Eier.
Doch die Hürden und Anforderungen zum Ausbau der inländischen Eierproduktion seien sehr hoch. Ein Bewilligungsverfahren für einen neuen Stall zum Beispiel dauere oft mindestens drei Jahre, manchmal bis zu zehn Jahren. Zudem sei es zunehmend schwierig, Fachkräfte zu finden. Denn die Arbeits- und Präsenzzeiten seien hart: Die Tiere brauchten 365 Tage im Jahr Betreuung.
Geringere Auswahl im Supermarkt
Wegen der erhöhten Nachfrage sei die Situation in diesem Jahr vor Ostern «ausgeprägter», sagte Würgler. Es gebe zwar keinen Eiermangel, aber einen Mangel bei der Auswahl im Supermarkt. Denn obwohl die Schweizer Hühner mehr Eier produzierten als im Vorjahr, reiche das nicht aus, um die Nachfrage zu decken.
Grosse saisonale Schwankungen könnten nicht kurzfristig mit inländischen Eiern ausgeglichen werden. Denn die Tiere seien rund fünf Monate in der Aufzucht und danach ein bis zwei Jahre auf den Legebetrieben. Dadurch müsse die Produktion rund eineinhalb Jahre im Voraus geplant werden.
«Unser Legehennen können nicht zaubern und der Osterhase legt immer noch keine echten Eier», sagte Würgler. Doch trotz allem werde es auch an diesen Ostern für alle genügend Eier haben. Die fehlende Menge werde einfach mit Importen gedeckt werden müssen.
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
14.05.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik