Direkt an Schweizer Grenze Novartis schliesst Werk – 220 Jobs weg

SDA

5.5.2026 - 12:02

Novartis schliesst sein Werk in Wehr. (D) (Symbolbild)
Novartis schliesst sein Werk in Wehr. (D) (Symbolbild)
sda

Der Basler Pharmakonzern Novartis zieht sich aus einem Produktionsstandort in Deutschland zurück. Das Werk im südbadischen Wehr soll bis Ende 2028 geschlossen werden – rund 220 Arbeitsplätze sind betroffen.

Keystone-SDA

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  • Novartis will seinen Produktionsstandort im deutschen Wehr bis Ende 2028 schliessen.
  • Rund 220 Arbeitsplätze gehen verloren, der Standort gilt als nicht mehr wettbewerbsfähig.
  • Gleichzeitig investiert der Konzern in eine neue Produktionsstätte für Krebstherapien in Halle.

Der Schweizer Pharmariese Novartis will seinen Produktionsstandort im südbadischen Wehr bis Ende 2028 schliessen. Wie das Unternehmen aus Basel mitteilte, fallen damit rund 220 Arbeitsplätze weg. Der Grund für die Entscheidung: Der Standort im Landkreis Waldshut sei nicht mehr wettbewerbsfähig.

«Wir sind uns der Unsicherheit bewusst, die diese Ankündigung für unsere Kolleginnen und Kollegen am Standort Wehr mit sich bringt», hiess es von Produktionschef Steffen Lang. Das Unternehmen wolle transparent und respektvoll mit den Mitarbeitenden sowie der Gemeinde Wehr zusammenarbeiten.

Am Standort Wehr werden demnach bislang Tabletten und Kapseln hergestellt. Die Versorgung von Patienten sei durch die Schliessung nicht gefährdet, betonte Novartis. Das Unternehmen bekenne sich weiterhin zum Standort Deutschland.

Parallel investiere Novartis 35 Millionen Euro in eine neue Produktionsstätte für Krebstherapien in Halle in Sachsen-Anhalt, die 2027 den Betrieb aufnehmen soll. In Deutschland beschäftigt Novartis nach eigenen Angaben über 2600 Mitarbeitende an sechs Standorten.