PharmaNovartis stellt am Investorentag weiteres Wachstum in Aussicht
SDA
20.11.2025 - 07:49
Novartis verspricht sich von gut gefüllter Produkt-Pipeline weiteres Wachstum (Archivbild)
Keystone
Novartis bekräftigt am Investorentag die eigenen Wachstumsziele. Dabei stützt sich der Pharmakonzern auf eine gut gefüllte Pipeline mit vielversprechenden Produktkandidaten.
Keystone-SDA
20.11.2025, 07:49
SDA
Novartis rechnet damit, den Umsatz zwischen 2025 und 2030 jährlich um 5 bis 6 Prozent zu steigern. Diese Mittelfristziele hat der Basler Konzern am Donnerstag neu formuliert.
Die bisherige Mittelfrist-Guidance hat das Unternehmen derweil bestätigt. Für 2024 bis 2029 bleibt Novartis dabei, die Einnahmen um jährlich 6 Prozent erhöhen zu wollen. Diese Annahme hatte Novartis erst Ende Oktober im Zuge der Übernahme von Avidity Biosciences für 12 Milliarden US-Dollar von 5 auf 6 Prozent erhöht.
Gut gefüllte Pipeline
Grundlage für dieses Wachstum sollen sowohl erfolgreiche bereits erhältliche Medikamente als auch zahlreiche neue Produkte sein. Diese könnten in den kommenden Jahren auf den Markt kommen.
Als besonders vielversprechend erachtet Novartis acht Medikamente, die jeweils ein Umsatzpotenzial von drei bis zehn Milliarden US-Dollar haben. Dazu gehören unter anderem die Krebsmedikamente Kisqali und Scemblix, für die Novartis das erwartete Spitzenumsatzpotenzial sogar noch einmal erhöht hat.
Gleichzeitig zeigt sich Novartis von der eigenen Entwicklungspipeline überzeigt: Mehr als 30 neue Arzneimittel mit hohem Wertpotenzial befinden sich demnach in der Pipeline. In den nächsten zwei Jahren sollen über 15 wichtige Studienergebnisse vorliegen, die für mögliche Zulassungen entscheidend sind.
Viele der künftigen Produkte werden zudem in den USA bis weit in die 2030er-Jahre patentgeschützt sein – ein wichtiger Faktor für langfristiges Wachstum.
Für Wachstum gewappnet
Auch bei der Profitabilität bestätigt Novartis die jüngsten Aussagen. Zwar hat der Konzern nach den ersten neun Monaten mit einer operativen Kerngewinnmarge von 41,2 Prozent die eigenen Ziele zwei Jahre früher als erwartet erreicht. Im Zuge der Avidity-Übernahme Ende Oktober hatte das Management aber angekündigt, dass diese kurzfristig etwas tiefer ausfallen dürfte. Ab 2029 solle sie aber wieder über der Marke von 40 Prozent liegen.
CEO Vas Narasimhan betont in der Mitteilung, dass Novartis durch gezielte Zukäufe und Investitionen in Forschung und Entwicklung stabil für die Zukunft aufgestellt sei: «Wir haben heute eine starke Basis und eine Pipeline, die uns Wachstum weit über 2030 hinaus ermöglicht.»
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
11.12.2025
Wadephul: China signalisiert Entgegenkommen bei Seltenen Erden
STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
08.12.2025
EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?
Die EU dreht den Gashahn zu: Bis spätestens Ende 2027 will Brüssel vollkommen unabhängig von russischem Erdgas sein. Damit wollen sich die EU-Staaten langfristig unabhängig von Energieimporten aus Russland und damit weniger erpressbar machen. Zudem wird es Russland erschwert, seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit den Milliardengewinnen aus Energielieferungen zu finanzieren.
05.12.2025
Ifo-Präsident fordert «Frühling der Reformen»
Wadephul: China signalisiert Entgegenkommen bei Seltenen Erden
EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?