KonjunkturOECD: Nahost-Kriege bremsen Wachstum der Weltwirtschaft
SDA
26.3.2026 - 12:05
Der Krieg in Nahost bremst nach der aktuellen Prognose der OECD das Wachstum der Wirtschaft rund um den Globus. Die Folgen machen sich in den USA, in Europa und in China bemerkbar. (Archivbild)
Keystone
Der Krieg in Nahost bremst nach der aktuellen Prognose der OECD das Wachstum der deutschen Wirtschaft. Diese wird demnach in diesem Jahr nur um 0,8 Prozent zulegen.
Keystone-SDA
26.03.2026, 12:05
SDA
Das wären um 0,2 Prozentpunkte weniger, als noch im vorherigen Wirtschaftsausblick im Dezember prognostiziert, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Donnerstag in Paris mit.
Für 2027 rechnet die OECD allerdings unverändert mit einem Wachstum um 1,5 Prozent gerechnet. Die Inflation dürfte hingegen in diesem und nächsten Jahre in Deutschland höher ausfallen als zuletzt erwartet.
Der sich zuspitzende Konflikt stelle die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft auf die Probe, betonte die OECD. Die Blockade der Strasse von Hormus sowie die Beschädigung von Energieinfrastruktur hätten zu einem sprunghaften Anstieg der Energiepreise und einer Störung der Versorgung mit Energie und anderen wichtigen Rohstoffen geführt.
Das Ausmass und die Dauer des Konflikts seien sehr ungewiss, doch ein längerer Zeitraum mit höheren Energiepreisenwerde die Kosten für die Unternehmen sowie die Verbraucherpreise deutlich erhöhen, was negative Auswirkungen auf das Wachstum habe.
Weltweites Wachstum schwächt sich ab
Das weltweite Wachstum schwächt sich nach Vorhersage der OECD im laufenden Jahr auf 2,9 Prozent ab, bevor es 2027 wieder leicht auf 3,0 Prozent ansteigt. Die unvorhersehbare Entwicklung des Konflikts im Nahen Osten treibe die Kosten und dämpfe die Nachfrage, womit positive Impulse durch Investitionen in Zukunftstechnologien und die Dynamik aus dem Vorjahr verpufften.
In den USA dürfte sich das Wachstum nach Prognose der OECD von 2,0 Prozent in diesem Jahr auf 1,7 Prozent im nächsten Jahr abschwächen, da die starken Investitionen im Bereich der künstlichen Intelligenz allmählich durch eine Verlangsamung des Einkommenswachstums und der Konsumausgaben ausgeglichen werden.
Im Euroraum erwartet die OECD eine Abschwächung des Wachstums auf 0,8 Prozent in diesem Jahr, bevor es 2027 dank höherer Verteidigungsausgaben wieder auf 1,2 Prozent ansteigt. In China wird das Wachstum voraussichtlich 2026 auf 4,4 Prozent und 2027 auf 4,3 Prozent zurückgehen.
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
14.05.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik