Rückschlag nach Iran-VerhandlungenTrump und Iran einigen sich nicht – Jetzt steigen die Ölpreise wieder
SDA
11.5.2026 - 07:06
Zwei Ölschiffe ankern vor der iranischen Küste bei der Meerenge von Hormus. (Archivbild)
Keystone
Die Ölpreise sind zu Wochenbeginn deutlich gestiegen. Hintergrund sind neue Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie stockende Friedensgespräche im Nahen Osten.
Die Ölpreise sind zum Wochenstart deutlich gestiegen, mit Brent bei rund 105 Dollar pro Fass. Auslöser sind neue Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie festgefahrene Verhandlungen im Nahost-Konflikt.
Scharfe Kritik von US-Präsident Trump an iranischen Vorschlägen dämpft die Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung.
Im Fokus steht die strategisch wichtige Strasse von Hormus, durch die ein Fünftel des globalen Öls transportiert wird.
Die Ölpreise haben zum Wochenstart kräftig angezogen. Hintergrund sind neue Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie die stockenden Verhandlungen über ein Ende des Nahost-Kriegs.
Der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent stieg am Montag im frühen Handel um mehr als drei Prozent auf rund 105 Dollar. Auch die US-Sorte WTI verteuerte sich deutlich. Damit machten die Ölpreise ihre Verluste vom vergangenen Donnerstag mehr als wett, als Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung die Kurse zwischenzeitlich gedrückt hatten.
Auslöser für den neuerlichen Preisanstieg waren scharfe Aussagen von US-Präsident Donald Trump. Er bezeichnete die jüngste Antwort des Iran auf amerikanische Vorschläge zur Beendigung des Kriegs als «völlig inakzeptabel». Die Gespräche zwischen beiden Seiten stecken damit laut Beobachtern weiter fest.
Im Fokus der Märkte bleibt die Strasse von Hormus. Durch die Meerenge zwischen Iran und Oman wird normalerweise rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls transportiert. Seit Beginn der Kampfhandlungen Ende Februar ist der Schiffsverkehr dort stark eingeschränkt.
Analysten der japanischen Bank MUFG warnten vor anhaltenden Risiken für die Energieversorgung. Zwar scheine derzeit keine Seite an einer weiteren Eskalation interessiert zu sein. Eine dauerhafte Lösung und die vollständige Wiederöffnung der Handelsroute blieben aber schwierig. Entsprechend hoch bleibe die geopolitische Risikoprämie am Ölmarkt.
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