Vor Ablauf der Iran-WaffenruheOptimismus an Börsen in Ostasien hält an
SDA
21.4.2026 - 04:33
Die Börsen in Ostasien legen trotz nahendem Ende der Waffenruhe im Iran weiter zu. (Archivbild)
Keystone
Die Börsenkurse in Ostasien sind vor Ablauf der derzeitigen Waffenruhe im Iran erneut gestiegen. Der südkoreanische Leitindex Kospi kletterte eine Stunde nach Handelsstart um rund zwei Prozent.
Keystone-SDA
21.04.2026, 04:33
21.04.2026, 08:16
SDA
Damit rangiert er derzeit sogar höher als noch zu Beginn des aktuellen Iran-Kriegs Ende Februar. Der japanische Nikkei 225 stieg zum selben Zeitpunkt – 10 Uhr morgens Ortszeit – um knapp 1,2 Prozent.
Damit setzen die Märkte in Seoul und Tokio offenbar trotz der anhaltenden Spannungen in Nahost auf eine mögliche Einigung zwischen Washington und Teheran. Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA war eine Fortsetzung der Verhandlungen weiter ungewiss. Beide Parteien zeigten sich zuletzt unnachgiebig.
US-Präsident Donald Trump hatte mitgeteilt, erneut eine Delegation für Verhandlungen in Pakistans Hauptstadt Islamabad zu schicken. Vor gut einer Woche fand dort bereits eine erste Verhandlungsrunde hochrangiger Vertreter aus Washington und Teheran statt. Die Gespräche endeten jedoch ohne Ergebnis. Irans Aussenminister Abbas Araghtschi machte den USA zuletzt wieder Vorwürfe, schloss eine neue Verhandlungsrunde jedoch nicht explizit aus.
Die Ölpreise sind im Vergleich zum selben Zeitpunkt am Vortag leicht gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni liegt derzeit bei 94,8 Dollar. Die Volkswirtschaften in Ostasien sind vergleichsweise stark von Öllieferungen aus Nahost abhängig.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
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Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
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