EinzelhandelPeking warnt vor Konsequenzen bei EU-Plänen zur Cybersicherheit
SDA
21.1.2026 - 10:08
Die EU will die Produkte von risikobehafteten ausländischen Unternehmen im Bereich der Netzwerktechnik verbieten. Die chinesische Regierung sieht dabei Firmen aus dem eigenen Land benachteiligt und droht mit Konsequenzen. (Symbolbild)
Keystone
China hat die Pläne der Europäischen Union, umstrittene Anbieter von Netzwerktechnik in EU-Staaten verbieten zu können, scharf kritisiert und mit Konsequenzen gedroht.
Keystone-SDA
21.01.2026, 10:08
SDA
Ohne Beweise Unternehmen davon abzuhalten, am Markt teilzunehmen, verletze die Regeln des fairen Wettbewerbs und sei offensichtlicher Protektionismus, sagte Chinas Aussenamtssprecher Guo Jiakun in Peking. Brüssel ignoriere, dass chinesische Firmen sichere und qualitativ hochwertige Produkte anböten.
Die Volksrepublik sei ernsthaft besorgt, sagte Guo. China fordere die EU auf, den «falschen Weg des Protektionismus» nicht weiterzugehen. Sonst werde China notwendige Massnahmen ergreifen, um die Rechte und Interessen chinesischer Unternehmen zu schützen, warnte er.
Empfehlung aus Brüssel
Die EU-Kommission hatte am Vortag einen Gesetzesvorschlag veröffentlicht, der vorsieht, dass sie mit einer entsprechenden Rechtsgrundlage in letzter Instanz untersagen kann, Technik besonders risikobehafteter ausländischer Unternehmen zu nutzen. In dem Entwurf der Kommission werden weder Unternehmen noch Länder genannt.
Seit Jahren empfiehlt Brüssel den Mitgliedstaaten, Technik von Huawei und ZTE aus Sicherheitsgründen nicht in Mobilfunknetzen zu verwenden. Das von der EU-Kommission vorgeschlagene Gesetz würde sich damit auf das Geschäft dieser Firmen auswirken.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
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Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
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Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
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