Dank gutem Pensionskassen-JahrVersicherte erhalten dieses Jahr viel mehr Geld auf ihr Konto
SDA
12.5.2026 - 10:00
Schweizer Versicherte erhalten mehr Geld auf ihr Altersguthaben
sda
Die Schweizer Pensionskassen haben 2025 erneut ein starkes Jahr hingelegt. Dank solider Renditen steigen die Reserven weiter an – und viele Versicherte erhalten deutlich mehr Zins auf ihrem Altersguthaben. Selbst Rentnerinnen und Rentner profitieren teilweise von Zusatzzahlungen.
Die Schweizer Pensionskassen blicken auf ein finanziell starkes Jahr zurück. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und turbulenter Märkte konnten viele Vorsorgeeinrichtungen ihre Reserven weiter ausbauen und den Versicherten höhere Zinsen auszahlen.
Wie der «Blick» berichtet, erzielten die Pensionskassen 2025 im Durchschnitt eine Nettovermögensrendite von 6,1 Prozent. Damit fiel die Rendite zwar etwas tiefer aus als im Vorjahr, reichte aber erneut für eine deutliche Verbesserung der finanziellen Lage.
Besonders sichtbar wird dies beim Deckungsgrad. Bei Vorsorgeeinrichtungen ohne Staatsgarantie stieg dieser laut der Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge von durchschnittlich 114,7 auf 117,1 Prozent. Damit nähern sich die Kassen wieder dem Rekordniveau von 2021 an.
Für die Versicherten bedeutet das konkret mehr Geld auf dem Vorsorgekonto. Die durchschnittliche Verzinsung der Altersguthaben erhöhte sich bei den Kassen ohne Staatsgarantie von 3,8 auf 4,3 Prozent. Bei öffentlich-rechtlichen Einrichtungen mit Staatsgarantie stieg die Verzinsung von 2,9 auf 3,1 Prozent.
Der gesetzliche BVG-Mindestzinssatz liegt derzeit bei lediglich 1,25 Prozent. Weil die Inflation im vergangenen Jahr mit 0,2 Prozent sehr tief ausfiel, bleibt vielen Versicherten von der höheren Verzinsung diesmal tatsächlich mehr übrig.
Auch Senioren profitieren
Auch Rentnerinnen und Rentner profitieren teilweise von der guten Finanzlage. Laut Bericht wurden durchschnittlich einmalige Zusatzzahlungen von rund 2 Prozent der jährlichen Rentensumme ausbezahlt. Dauerhafte Rentenerhöhungen blieben hingegen weiterhin selten.
Stabil bleibt zudem der sogenannte Umwandlungssatz. Für Pensionierungen in fünf Jahren rechnen die Vorsorgeeinrichtungen ohne Staatsgarantie laut der Kommission im Schnitt mit einem Satz von 5,17 Prozent. Dieser bestimmt, wie hoch die spätere Rente aus dem angesparten Kapital ausfällt.
Bemerkenswert ist laut der Analyse auch eine Entwicklung bei der Umverteilung innerhalb des Systems. Während lange Zeit vor allem jüngere Versicherte ältere Generationen mitfinanzierten, habe sich das Verhältnis seit 2022 teilweise umgekehrt. Im vergangenen Jahr seien laut Kommission rund 2,9 Milliarden Franken zugunsten der jüngeren Aktivversicherten umverteilt worden.
Unterschiede zwischen Pensionkassen noch immer gross
Wie gross die Unterschiede zwischen einzelnen Vorsorgeeinrichtungen tatsächlich sind, zeigt auch eine Analyse des VZ, über die blue News am Dienstag berichtet hat. So unterscheiden sich Schweizer Pensionskassen teils massiv bei Verzinsung, Verwaltungskosten, Deckungsgraden und Umverteilungseffekten zwischen Jung und Alt.
Während einzelne Kassen Altersguthaben 2025 mit mehr als 6 Prozent verzinsten, lagen andere deutlich darunter. Langfristig können solche Unterschiede laut Experten zehntausende Franken ausmachen.