Bei der Genfer Privatbank Pictet droht trotz vermehrtem Einsatz von KI kein Stellenabbau wie bei anderen Banken. Man wolle die Wachstumsziele mit der gleichen Anzahl an Kollegen erreichen., sagte Marc Pictet.
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Bei der Genfer Privatbank Pictet droht trotz vermehrtem Einsatz von KI kein Stellenabbau wie bei anderen Banken. «Unser Ansatz ist ein anderer», sagte Marc Pictet in einem Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» vom Dienstag.
Keystone-SDA
17.02.2026, 16:28
SDA
«Wir wollen unsere Wachstumsziele mit der gleichen Anzahl an hochqualifizierten, loyalen Kollegen erreichen.» KI helfe, «dieses Volumen zu bewältigen, ohne die persönliche Komponente zu verlieren».
Pictet habe vor zwei Jahren eine Palette von Fonds namens «Quest AI» lanciert, die ausschliesslich KI-gesteuert investieren würden. «Das Modell analysiert pro Firma über 400 Parameter und generiert Signale», so Pictet. Nach zwei Jahren liege der Fonds nach Kosten im Schnitt um 2 Prozent über dem Benchmark.
«Schweiz braucht starke UBS»
Mit Blick auf die geplanten strengeren Eigenkapitalregeln für die UBS sagte er zudem: «Wir müssen uns gut überlegen, was jede neue Regulierung im Vergleich zu anderen Finanzplätzen letztlich bringt und was sie kostet.» Und: Bevor neue Regeln eingeführt werden, «sollten wir prüfen, ob die bestehenden richtig umgesetzt wurden».
Er findet: «Die Schweiz braucht eine starke UBS, keine Frage.» Er würde sogar einen Schritt weiter gehen und sich freuen, «wenn wir wieder eine ausländische systemrelevante Bank in die Schweiz holen könnten». Er denke dabei an einen neueren Player wie die digital aufgestellte und ihm zufolge sehr erfolgreiche Nubank aus Brasilien. Der Finanzstandort müsse signalisieren, «dass wir ein guter Ort für Geschäfte sind».
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