AutoindustriePorsche verkauft restliche Anteile an Bugatti
SDA
24.4.2026 - 12:37
Porsche trennt sich gänzlich von Bugatti (Symbolbild)
Keystone
Porsche steigt aus der Luxus-Sportwagenschmiede Bugatti aus. Der Anteil von 45 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen Bugatti Rimac geht an ein Konsortium unter Führung des Finanzinvestors HOF Capital, wie die Beteiligten mitteilten.
Keystone-SDA
24.04.2026, 12:37
SDA
Die Freigabe der Behörden steht noch aus. Die Zuffenhausener treten in diesem Zuge auch die Beteiligung an der Rimac Group ab. Zuletzt hielt Porsche noch einen Anteil von 20,6 Prozent an dem kroatischen Elektro-Sportwagenspezialisten. Zu dem Konsortium, das auch diese Beteiligung übernehmen soll, gehören BlueFive Capital aus Abu Dhabi als grösster Geldgeber sowie institutionelle Investoren aus den USA und der EU.
Zum Kaufpreis äusserten sich Porsche, Rimac und die Käufer-Gruppe nicht. «Die Parteien haben sich darauf geeinigt, keine finanziellen Details der Transaktion zu nennen, die über verpflichtende Veröffentlichungen im Rahmen der Finanzberichterstattung hinausgehen», hiess es.
Damit steigt der VW-Konzern vollständig bei Bugatti aus. Volkswagen hatte die Rechte an der prestigeträchtigen französischen Luxusmarke 1998 übernommen und sie wiederbelebt. Im Jahr 2021 gab der Konzern die Mehrheit an das Joint Venture ab. An Rimac war die VW-Tochter Porsche seit 2018 beteiligt.
Porsche-Chef: Konzentrieren uns aufs Kerngeschäft
Der neue Porsche-Chef Michael Leiters hatte bereits im März eine umfassende Neuaufstellung des kriselnden Sport- und Geländewagenbauers angekündigt. Der Manager teilte nun mit: «Mit dem Verkauf unseres Anteils zeigen wir, dass wir Porsche auf das Kerngeschäft konzentrieren werden.»
Mit der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens habe man erfolgreich den Grundstein für Bugattis Zukunft gelegt, wird Leiters in einer Mitteilung zitiert. Ausserdem habe Porsche als Frühphaseninvestor einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung von Rimac zu einem etablierten Autobauer geleistet.
Strategiewende kostete Milliarden
Porsche befindet sich schon länger in unruhigem Fahrwasser. Die Geschäfte in China stockten, die US-Zollpolitik kostete viel Geld, und die Elektro-Modelle von Porsche fanden weniger Anklang als erwartet. Um das Ruder herumzureissen, entwickelt der Sportwagenbauer nun wieder Verbrenner. Allein dafür fielen Kosten von rund 2,4 Milliarden Euro an. 2025 war der Konzernüberschuss um 91,4 Prozent auf 310 Millionen Euro abgesackt. 2024 waren es noch fast 3,6 Milliarden. Der Umsatz sank um fast ein Zehntel auf rund 36,3 Milliarden Euro.
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«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
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