Trotz ZinswendeEigenheimpreise steigen weiter – besonders stark in einer Region
SDA
12.1.2026 - 08:32
Wie viel Aussicht muss die Bewohnerin eines Terrassenhauses dem Nachbarn über ihr gewähren? Über diese Frage streiten sich die Parteien seit Jahren.
Symbolbild: Keystone
Während sich der Mietmarkt leicht beruhigt, kennt der Eigenheimmarkt in der Schweiz weiterhin nur eine Richtung: nach oben. Vor allem in der Ostschweiz und in Tourismusregionen steigen die Preise deutlich.
Keystone-SDA
12.01.2026, 08:32
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Die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum in der Schweiz sind im vierten Quartal weiter gestiegen, besonders stark bei Eigentumswohnungen (+1,2 %).
Im Jahresvergleich verteuerten sich Einfamilienhäuser um 5,7 % und Wohnungen um 3,8 %, getrieben vor allem durch die starke Inlandnachfrage.
Die höchsten Preiszuwächse verzeichneten die Ostschweiz und touristische Gemeinden, während urbane Zentren moderatere Anstiege zeigten.
Die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum sind im vierten Quartal auf hohem Niveau weiter gestiegen. Dabei haben sich Eigentumswohnungen noch stärker verteuert als Einfamilienhäuser.
Für letztere musste im vierten Quartal 0,2 Prozent mehr hingeblättert werden als im dritten, wie dem am Montag publizierten Transaktionspreisindex von Raiffeisen zu entnehmen ist. Stockwerkeigentum schlug im Durchschnitt gar um 1,2 Prozent auf.
Innerhalb eines Jahres, also im Vergleich zum vierten Quartal 2024, kletterten die Preise für Einfamilienhäuser gar um 5,7 Prozent und für Wohnungen um 3,8 Prozent.
«Im Unterschied zum Mietwohnungsmarkt, wo sich das Mietpreiswachstum aufgrund der rückläufigen Zuwanderung zuletzt etwas beruhigt hat, bleibt die Preisdynamik im Eigenheimmarkt, der stärker von der inländischen Nachfrage geprägt ist, ungebrochen hoch», wird Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, in der Mitteilung zitiert.
Ostschweiz verzeichnet stärkste Teuerung
Kantonal gesehen zogen die Preise für Einfamilienhäuser im Vergleich zum Vorjahr in den Regionen Bern und Ostschweiz am stärksten an, für Stockwerkeigentum in den Regionen Innerschweiz und Ostschweiz.
Nach Gemeindetypen aufgeschlüsselt war die Zunahme der Hauspreise in den Zentren und in den touristischen Gemeinden am grössten, in den urbanen Zentren hingegen am geringsten. Wohnungen schlugen im Jahresvergleich in den Tourismusorten am meisten auf.
Der Raiffeisen-Transaktionspreisindex erscheint vierteljährlich jeweils zu Beginn eines neuen Quartals. Er misst, basierend auf Handänderungsdaten von Raiffeisen und des Swiss Real Estate Datapools (SRED), die Preisentwicklung von selbstgenutztem Wohneigentum in der Schweiz.
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Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
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und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
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Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
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