Schwacher Dollar treibt GoldpreisGold und Silber ziehen nach Turbulenzen wieder an
SDA
4.2.2026 - 09:09
Die Gold- und Silberpreise erholen sich nach den jüngsten Einbrüchen wieder. (Archivbild)
Keystone
Nach heftigen Kursschwankungen in den vergangenen Tagen setzen Gold und Silber ihren Aufwärtstrend fort. Der Goldpreis stieg in London wieder über die Marke von 5000 US-Dollar pro Feinunze.
Keystone-SDA
04.02.2026, 09:09
04.02.2026, 09:23
SDA
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Gold und Silber haben sich nach starken Einbrüchen wieder deutlich erholt, wobei der Goldpreis in London auf über 5000 US-Dollar pro Feinunze gestiegen ist.
Auslöser der Turbulenzen sind starke Schwankungen des US-Dollars, unter anderem wegen Spannungen zwischen US-Regierung und Notenbank, sowie Fehlspekulationen am Markt.
Mehrere Banken rechnen mit weiter steigenden Goldpreisen und sehen Kursziele zwischen 5400 und 6000 US-Dollar pro Unze bis Jahresende.
Rechtlicher Hinweis Dieser Beitrag dient ausschliesslich der Information und stellt keine Finanzberatung dar. Die enthaltenen Analysen und Einschätzungen basieren auf gründlicher Recherche, ersetzen jedoch nicht die individuelle Beurteilung durch Fachleute. Die Entwicklung der Finanzmärkte wird von zahlreichen, teils unvorhersehbaren Faktoren beeinflusst. Investitionen in Aktien, Kryptowährungen und andere Finanzprodukte sind mit Risiken verbunden, einschliesslich eines möglichen Kapitalverlusts.
Die Preise für Gold und Silber setzen ihren Aufwärtstrend nach den jüngsten Turbulenzen fort. Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) stieg in der vergangenen Nacht an der Metallbörse in London wieder auf mehr als 5000 US-Dollar.
Am Morgen lag der Preis bei 5067 Dollar und damit etwa 122 Dollar oder rund 2,5 Prozent höher als am Vortag. Am vergangenen Freitag und am Montag war der Goldpreis scharf eingebrochen und hatte zu Beginn der Woche bei 4402 Dollar den tiefsten Stand seit fast vier Wochen erreicht.
Ein Grund für die Turbulenzen bei Edelmetallen sind die rasanten Kursbewegungen beim US-Dollar – ausgelöst unter anderem vom Konflikt zwischen der US-Regierung und der US-Notenbank. Denn Gold und andere Edelmetalle werden international in US-Dollar gehandelt. Das bedeutet: Je schwächer der Dollar, desto günstiger kann man Gold mit anderen Währungen wie Euro oder Yen kaufen.
Experten gehen von steigendem Goldpreis aus
Hinzu kommen Spekulanten, die auf noch höhere Metallpreise gewettet hatten und damit auf dem falschen Fuss erwischt worden waren.
Eine ähnliche Preisentwicklung zeigte sich auch beim Silber. Hier wurde die Feinunze bei 89,20 Dollar gehandelt und damit etwa 4 Dollar oder fast 5 Prozent höher als am Vortag. Der Silberpreis war mit den Marktturbulenzen am Montag bis auf 71 Dollar gefallen, nachdem er am vergangenen Donnerstag ein Rekordhoch bei über 121 Dollar erreicht hatte.
Viele Banken gehen von einer Erholung des Goldpreises aus. Die Deutsche Bank hatte am Montag ihre Prognose bekräftigt, dass der Goldpreis im Lauf des Jahres bis auf 6000 US-Dollar pro Unze steigen kann. Analysten der US-Investmentbank Goldman Sachs erwarten den Goldpreis Ende des Jahres bei 5400 US-Dollar.
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