TeuerungPreise für Wohnen und Mobilität ziehen weiter klar an
SDA
27.3.2025 - 08:03
Preise für Wohnen und Mobilität steigen im Februar stärker als offizielle Inflation (Symbolbild)
Keystone
Die Kosten für Wohnen und für Mobilität in der Schweiz sind im Februar erneut klar gestiegen. Der Preisaufschlag bleibt in diesem Segment damit weiter höher als die offizielle Inflation.
Keystone-SDA
27.03.2025, 08:03
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Konkret sind die Preise für Wohnen und die Mobilität in der Schweiz im Februar 2025 um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen, wie der am Donnerstag vom Vergleichsportal Comparis und der Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) publizierte «Womo-Preisindex» zeigt. Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK), der einen repräsentativen Warenkorb von über 1000 Waren und Dienstleistungen abdeckt, legte dagegen nur um 0,3 Prozent zu.
Wohnen und Mobilität machten bei einer durchschnittlichen Familie in der Schweiz rund 40 Prozent des Haushaltsbudgets aus, heisst es in der Mitteilung. Ein Preisanstieg von 0,7 Prozent bedeute bei durchschnittlichen Kosten von 3700 Franken pro Monat für Miete, Auto und öffentlichen Verkehr jährliche Mehrkosten von rund 311 Franken.
Beschleunigung in den letzten Jahren
Der Preisanstieg bei Wohnen und Mobilität habe vor allem in den vergangenen vier Jahren deutlich an Fahrt aufgenommen. Der «Womo-Preisindex» stieg die letzten 20 Jahre um 21,2 Prozent, wobei 9,7 Prozentpunkte auf die zurückliegenden vier Jahre entfielen. Im gleichen Zeitraum sei die Gesamtteuerung lediglich um 11,2 Prozent gestiegen.
Besonders deutlich stiegen dabei die Preise für Energie: Die Kosten für Gas, Heizöl, Brennholz und Fernwärme zogen in den zurückliegenden vier Jahre um fast 50 Prozent an. Bei Strom lag das Plus bei 40 Prozent.
Die Wohnungsmieten verteuerten sich in letzten vier Jahren mit einem Anstieg um 9,3 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich stark. Neben dem höheren Referenzzinssatz habe vor allem das geringe Wohnraum-Angebot die Mieten nach oben getrieben.
Neu- und Occasionswagen langfristig billiger
Neu- und Occasionsautomobile haben sich in den zurückliegenden vier Jahren um 8,8 beziehungsweise 4,0 Prozent verteuert. Im Vergleich zu vor 20 Jahren wurden sie aber um 26,2 Prozent respektive 8,7 Prozent klar billiger, heisst es weiter.
Der Preisanstieg war vor allem durch die pandemiebedingten Lieferengpässe nach der Corona-Krise begründet. Seit zwei Jahren gehen die Preise aber auch wieder deutlich zurück.
Starker Anstieg bei Motorfahrzeugversicherung
Im Jahresvergleich resultierte ein grosses Plus bei der Motorfahrzeugversicherung. Hier mussten Konsumentinnen und Konsumenten 6,1 Prozent mehr als noch vor einem Jahr berappen. Auf den Plätzen folgen die Preise für Bodenbeläge und Teppiche (+5,4%) wie auch die Wohnungsmieten (+3,2%).
Dagegen sind die Preise für Elektrizität zum Stand von vor einem Jahr um 7,4 Prozent gesunken. Auch die Preise für Occasionsautomobile, andere Möbel wie Garten-, Schlafzimmer-, Küchen- und Esszimmermöbel (-4,3%) wie auch Küchen- und Kochgeräte (-3,7%) kam klar zurück.
Den vierteljährlich erscheinenden Womo-Preisindex erstellt Comparis in Zusammenarbeit mit der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH. Im Sektor Wohnen werden in dem Index etwa die Entwicklung der Mieten sowie die Preise von Strom und Möbeln beigezogen. Im Bereich Mobilität sind es die Preise für Benzin oder Diesel, fürs Auto oder für die Tickets im öffentlichen Verkehr.
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