MedienPro Senectute wehrt sich gegen SRG-Initiative
SDA
14.1.2026 - 14:49
Die SRG-Initiative greift laut der Präsidentin von Pro Senectute Schweiz, Eveline Widmer-Schlumpf, "negativ in das Leben vieler älterer - aber auch jüngerer - Menschen ein". Das sagte sie in einem Interview mit CH Media. (Archivbild)
Keystone
Die Stiftung Pro Senectute hat sich gegen die SRG-Initiative ausgesprochen. «Für viele ältere Menschen garantiert das SRF die Grundversorgung mit Nachrichten und ermöglicht eine gesellschaftliche Teilhabe», sagte Stiftungsratspräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf.
Keystone-SDA
14.01.2026, 14:49
SDA
Ein qualitatives Programm für vier Sprachregionen wäre laut Widmer-Schlumpf bei einer Annahme der Halbierungsinitiative nicht mehr möglich. «Auch die Berichterstattung aus den Regionen würde deutlich abnehmen», sagte die Präsidentin von Pro Senectute Schweiz und Alt-Bundesrätin am Mittwoch in einem Interview mit CH Media.
Regionale Inhalte seien für Seniorinnen und Senioren besonders wichtig. «Besonders ältere Personen, insbesondere Hochaltrige, die nicht mehr sehr mobil sind, nutzen Radio und Fernsehen intensiver, die Sendungen haben eine wichtigere Bedeutung in ihrer Lebenssituation», so Widmer-Schlumpf.
Menschen über 85 Jahre seltener online
Laut einer Untersuchung von Pro Senectute von letztem Jahr hat sich die Altersgrenze von Menschen, die offline sind, ins hohe Alter verschoben. Neun von zehn Menschen über 65 Jahren sind demnach online. Menschen über 85 Jahren jedoch seltener.
«Natürlich haben viele ältere Menschen Zugang zu elektronischen Medien», sagte Widmer-Schlumpf darauf angesprochen. «Trotzdem zeigt sich: Regionale Inhalte, regionale Kultur- und Informationssendungen sind für sie besonders wichtig.» Zudem ermöglichten die SRG-Sender der älteren Generation einen Zugang zu jüngeren Generationen und deren Problemen.
Auch die Jungen bräuchten das Angebot, sagte sie und fügte an: «Gerade heute, in Zeiten von Fake News und ausländischer Beeinflussung.» Es sei daher klar: Ein «Service public», der alle erreicht, sei keine Selbstverständlichkeit – sondern ein Wert, den es zu schützen gelte, schrieb Pro Senecute am selben Tag in einer Medienmitteilung.
Sparpotenzial soll genutzt werden
Auch bei einer Ablehnung der Initiative müsse die SRG ihr Sparpotential nutzen, sagte Widmer-Schlumpf. «Aber damit hat Generaldirektorin Susanne Wille ja bereits begonnen.» Bis 2029 rechnet die SRG mit Einsparungen von rund 270 Millionen Franken. Dies entspricht rund 17 Prozent des heutigen Finanzrahmens. Die SRG geht in diesem Zusammenhang von einem Abbau von rund 900 Vollzeitstellen über alle Regionen hinweg bis 2029 aus.
Volk und Stände stimmen am 8. März über die Volksinitiative «200 Franken sind genug» ab. Das Volksbegehren verlangt die Senkung der Radio- und Fernsehgebühren von 335 auf 200 Franken sowie die vollständige Abschaffung der Unternehmensabgabe.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik