EdelmetalleRekord beim Goldpreis: Feinunze über 4800 US-Dollar
SDA
21.1.2026 - 09:30
Durch die vielen globalen Krisen steigt der Goldpreis auf immer neue Höhen. (Symbolbild)
Keystone
Der Goldpreis ist weiter gestiegen und steuert nach einem weiteren Rekordhoch die Marke von 5000 US-Dollar an. Eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) des gelben Edelmetalls kostete am Mittwoch im frühen Handel in der Spitze 4878 Dollar und damit so viel wie noch nie.
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21.01.2026, 09:30
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Zuletzt legte der Kurs 2,2 Prozent auf 4867 Dollar zu und baute damit das Jahresplus auf fast 13 Prozent aus. Gold war bereits im vergangenen Jahr eine der gefragtesten Anlageklassen. Der Preis war um 65 Prozent gestiegen und damit so stark wie seit 1979 nicht mehr. Preistreiber im vergangenen Jahr waren unter anderem die vielen Konfliktherde weltweit.
Auch 2026 sorgten politische Spannungen für die Kursgewinne. So führten Experten die Gewinne in den ersten Handelstagen des Jahres vor allem auf die Lage im Iran und die jüngsten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen einige europäische Staaten im Zusammenhang mit Grönland zurück.
Auch Silberpreis steigt weiter
Auch Silber legte am Mittwoch weiter zu, allerdings dieses Mal nicht so stark wie Gold. Der Preis für eine Feinunze Silber stieg um bis zu ein Prozent auf 95,55 Dollar, blieb damit aber etwas unter dem am Dienstag erreichten Rekordhoch von knapp 95,89 Dollar.
Beim Silber war das Jahresplus 2025 mit fast 150 Prozent noch deutlich höher; im laufenden Jahr ging es bereits um weitere 32 Prozent nach oben. Während der Preis für Gold seit etwa einem halben Jahr kontinuierlich gestiegen ist, hat der Höhenflug beim Silber seit Anfang Dezember deutlich an Tempo gewonnen.
Edelmetalle – allen voran Gold – gelten bei vielen Investoren als sichere Häfen in Zeiten politischer Unsicherheiten. Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für zahlreiche Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
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