PharmaRoche hält nach ersten neun Monaten an Jahreszielen fest
hr
23.10.2024 - 07:04
Der Basler Pharmakonzern Roche hat In den ersten neun Monaten mehr verdient. Der Umsatz wuchs um 2 Prozent auf 45 Milliarden Franken. (Archivbild)
Keystone
Der Pharmakonzern Roche sieht sich nach den ersten drei Quartalen 2024 auf gutem Weg, die eigenen Jahresziele zu erreichen. Entsprechend haben die Basler ihre bisherigen Ziele bestätigt.
Keystone-SDA, hr
23.10.2024, 07:04
23.10.2024, 07:51
SDA
In den ersten neun Monaten setzte der Pharmakonzern annähernd 45 Milliarden Franken um. Das ist ein Plus von 2 Prozent, wie Roche am Mittwoch in einem Communiqué bekannt gab. Zu konstanten Wechselkursen seien die Verkäufe um 6 Prozent gestiegen. Dabei habe Roche von einer hohen Nachfrage sowohl nach seinen Medikamenten als auch nach seinen Diagnostika profitiert.
Gute Nachfrage stützt
So steuerte die Pharmasparte Umsätze von 34,3 Milliarden Franken bei, ein Plus von 3 Prozent. Getragen wurde die Entwicklung von einer guten Nachfrage nach Medikamenten wie dem Augenpräparat Vabysmo, Phesgo (Brustkrebs), Ocrevus (multiple Sklerose), Hemlibra (Hämophilie) und Polivy (Blutkrebs).
Zusammen erzielten diese fünf Medikamente Verkäufe in Höhe von 13,2 Milliarden. Das entspreche einem Plus zu konstanten Wechselkursen von 2,7 Milliarden im Vergleich zur Vorjahresperiode, hiess es in der Mitteilung weiter.
Mit seinen Diagnostika setzte Roche 10,7 Milliarden um und damit so viel wie im Vorjahreszeitraum. Hier verbuchte Roche eine gute Nachfrage etwa nach seinen immundiagnostischen Produkten, wozu beispielsweise Herz-, Onkologie- und Schilddrüsentests zählen. Weitere Impulse kamen laut Roche von Lösungen für die Pathologie und die Molekulardiagnostik.
Zur Erinnerung: Während der Corona-Pandemie hatte Roche vor allem mit der Diagnostik-Sparte stark von der Nachfrage nach Tests profitiert und einen entsprechend starkes Geschäft verbucht. Mit dem Ende der Pandemie sind diese Umsatzzahlen klar gefallen.
Gewinnzahlen legt Roche nach neun Monaten traditionell nicht vor.
Ausblick bestätigt
Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Roche die durchschnittlichen Analystenschätzungen beim Gruppen- und Pharmaumsatz leicht übertroffen. Die Diagnostik-Einnahmen fielen in etwa wie erwartet aus.
Gleichzeitig ist der Konzern damit auf gutem Weg, die eigenen Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. So erwartet der Pharmakonzern zu konstanten Wechselkursen weiter einen Anstieg der Umsätze im mittleren einstelligen Prozentbereich. Der Kerngewinn je Titel soll derweil im hohen einstelligen Prozentbereich steigen. Wie immer ist die Gruppe bestrebt, die Dividende in Schweizer Franken zu erhöhen.
Darüber hinaus bestätigt Roche frühere Aussagen, wonach die Erosion durch Nachahmer-Medikamenten 2024 bei 1,4 Milliarden Franken liegen dürfte. Der Rückgang der Covid-Verkäufe wird weiterhin mit rund 1,1 Milliarden veranschlagt.
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
Ifo-Präsident fordert «Frühling der Reformen»
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
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STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
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