Teurer Münzwurf Rom will 2-Euro-Eintrittsgeld für Trevi-Brunnen einführen

SDA

16.12.2025 - 22:28

Touristen stehen im Schatten am Trevi-Brunnen (Fontana di Trevi)  auf der Piazza di Trevi. 
Touristen stehen im Schatten am Trevi-Brunnen (Fontana di Trevi) auf der Piazza di Trevi. 
Archivbild: sda

In Rom könnte womöglich bald ein Eintrittsgeld für den Trevi-Brunnen fällig werden – zu dessen Schutz. Allein im ersten Halbjahr wurden mehr als 5,3 Millionen Besucherinnen und Besucher gezählt.

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Keystone-SDA, Redaktion blue News

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  • Touristen in Rom sollen ab Januar zwei Euro Eintritt für den Zugang zum berühmten Trevi-Brunnen bezahlen.
  • Die Tageszeitung «Corriere della Sera» berichtet, das Ticket soll bereits zum 7. Januar eingeführt werden.
  • Das wurde aber von Roms Gemeinderat dementiert.
  • Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden mehr als 5,3 Millionen Besucherinnen und Besucher gezählt.

Die Stadt Rom erwägt, künftig ein Eintrittsgeld für den Trevi-Brunnen zu verlangen. Ein offizieller Beschluss sei jedoch noch nicht gefasst worden, hiess es seitens der Römischen Stadtverwaltung.

Die Massnahme würde der Stadtverwaltung Einnahmen von rund 20 Millionen Euro einbringen, berichtete die Tageszeitung «Corriere della Sera» am Dienstag. Das Blatt berichtete, dass Touristen schon ab dem 7. Januar ein Zwei-Euro-Ticket erwerben müssten, um den Trevi-Brunnen in Rom zu besuchen.

Das wurde aber von Roms Gemeinderat dementiert. Roms Stadtverwaltung erklärte am Dienstagnachmittag, sie überlege zwar die Einführung von Eintrittsgeld für den Trevi-Brunnen. Es gebe aber keinen offiziellen Beschluss und auch kein Datum für den Beginn der Erhebung eines Eintrittsgeldes.

Bereits seit etwa einem Jahr wird der Besucherandrang am Brunnen begrenzt: Maximal 400 Personen dürfen sich gleichzeitig in der Anlage aufhalten. Ab Januar sollen zwei getrennte Zugänge eingerichtet werden – einer für Römer, einer für Touristinnen und Touristen.

5,3 Millionen Besucher im ersten Halbjahr

Der Tourismusbeauftragte der Stadt Rom, Alessandro Onorato, betonte, Ziel der Massnahme sei es, den grössten Brunnen Roms, ein spätbarockes Meisterwerk des Künstlers Nicola Salvi, zu schützen. Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden mehr als 5,3 Millionen Besucherinnen und Besucher gezählt.

Damit ist der Trevi-Brunnen nach dem Kolosseum Roms meistbesuchtes Monument. Eintrittsgelder könnten in die Verbesserung des touristischen Angebots und der Serviceleistungen fliessen, erklärte Onorato.

Weltbekannt wurde der Brunnen einst durch den Film «La dolce Vita» von Federico Fellini mit der nachts im Brunnen badenden Anita Ekberg. Rom-Reisende, die sichergehen möchten, in die Ewige Stadt zurückzukehren, müssen laut einem Aberglauben eine Münze über die Schulter in den Trevi-Brunnen werfen.


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