Greta-Effekt nimmt Fahrt auf – SBB wollen nun mehr Nachtzüge

SDA/uri

19.8.2019 - 14:26

Immer mehr Menschen entscheiden sich für den Zug. Die SBB wollen deshalb zusammen mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) ihr Angebot ausbauen – sowohl im Tages- wie auch im Nachtverkehr.

Immer mehr Menschen wollen wieder im Schlafwagen reisen: Zwischen Zürich, Bregenz und München soll es deshalb ab Dezember 2020 täglich sechs Verbindungen pro Richtung geben, wie die SBB am Montag mitteilten. Bei bereits bestehenden Verbindungen – insbesondere zwischen Zürich-Basel und Berlin sowie Hamburg – wird eine Kapazitätserweiterung geprüft. Diese Nightjet-Verbindungen hätten wegen der hohen Nachfragesteigerungen ihre Kapazitätsgrenzen erreicht.

Für das aktuell nur aus Schlafwagen bestehende Angebot zwischen Zürich und Prag soll gemeinsam mit der Tschechischen Bahn (CD) die Möglichkeit einer Ausweitung des Angebotes mit zusätzlichen Liegewagen geprüft werden.



SBB und ÖBB wollen zudem weitere europäische Städte in das gemeinsame Nightjet-Netz aufnehmen und mit der Schweiz verbinden. Gemeinsam wollen sie sich für bessere verkehrspolitische Rahmenbedingungen für den Betrieb von Nachtzügen einsetzen, zum Beispiel über die finanzielle Förderung der Nachtzüge mit CO2-Abgaben sowie über eine Entlastung bei den anfallenden Betriebskosten wie Trassennutzungsgebühren.

Die Deutsche Bahn (DB) hatte Ende 2016 die City Night Line – ihre Züge mit Schlaf- und Liegewagen – komplett eingestellt. Bei 90 Millionen Euro Jahresumsatz hatte der bundeseigene Konzern mit diesem Angebot zuletzt 30 Millionen Euro Verlust gemacht.

Bilder aus der Schweiz
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