KonjunkturSchwache Nachfrage belastet Stimmung in Chinas Industrie
SDA
31.1.2026 - 05:45
Im Dezember nahm laut einer Umfrage die Aktivität in Chinas Industrie nach langem wieder zu. Doch im neuen Jahr kehrt die schlechte Stimmung zurück. (Archivbild)
Keystone
Schwache Nachfrage zu Jahresbeginn hat die Geschäftstätigkeit in Chinas Industrie überraschend zurückgehen lassen. Damit trübte sich die Stimmung in den Betrieben des Landes wieder ein, wie aus einer Mitteilung des Statistikamtes in Peking hervorging.
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31.01.2026, 05:45
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Der dafür erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) für das produzierende Gewerbe erreichte im Januar 49,3 Punkte. Analysten hatten für den wichtigen Frühindikator im Vorfeld knapp über 50 Punkte erwartet, also genau die Schwelle, über der man von einer sich ausweitenden Geschäftstätigkeit ausgeht, während Werte darunter auf einen Rückgang hindeuten.
Statistiker der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt begründeten die Entwicklung mit der «traditionellen Nebensaison» in Teilen des produzierenden Gewerbes.
Peking fokussiert sich auf Konsum
Im nicht-produzierenden Gewerbe, worunter auch der Bausektor und die Dienstleistungsbranche fallen, fiel der Index ebenfalls unter die 50er-Marke auf 49,4 Punkte. Damit bleibt ein positives Signal für die Wirtschaft zu Jahresbeginn aus, nachdem der PMI für das produzierende Gewerbe im Dezember nach einem achtmonatigen Stimmungsrückgang wieder 50,1 Punkte erreicht hatte.
Chinas exportgetriebene Wirtschaft kämpft mit einer schwachen Nachfrage im Inland. Ein damit einhergehender Preiskampf in vielen Branchen drückt auf die Profitabilität vieler Unternehmen.
Die Pläne der Regierung, den Konsum etwa mit Eintauschprogrammen und Rabatten anzukurbeln und den Dienstleistungssektor auszubauen, um so die Konjunktur zu stützen, stossen auf Skepsis. Experten zufolge müsste Peking mit Massnahmen wie etwa der Stärkung sozialer Absicherungen Vertrauen schaffen, damit etwa Haushalte wieder Geld ausgeben, statt es für schlechte Zeiten zu sparen.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
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Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
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