TourismusSchweiz bleibt reiselustig – Tui blickt optimistisch auf den Sommer
SDA
15.1.2026 - 14:16
Mallorca gehört neben Antalya und Kreta zu den besonders beliebten Nahzielen der Schweizerinnen und Schweizer für diesen Sommer. (Archivbild)
Keystone
Tui Suisse startet mit Rückenwind ins Reisejahr 2026. Der Reisekonzern profitiert von der anhaltend hohen Reiselust der Schweizerinnen und Schweizer. Gleichzeitig verändert KI die Branche, während ein möglicher Trump-Effekt bei USA-Reisen nur schwer zu beziffern ist.
Keystone-SDA
15.01.2026, 14:16
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«Im Winter zieht es unsere Gäste an die Sonne – besonders nach Thailand und auf die Malediven», sagte Tui-Schweiz-Direktor Philipp Czapiewski an einem Medienanlass am Donnerstag. Bei den Nahzielen dagegen führt Ägypten die Hitliste an.
Deutlich wichtiger bleibt jedoch das Sommergeschäft. «Das Volumen ist rund doppelt so hoch wie im Winter», so Czapiewski. Die Frühbuchungen signalisierten bereits eine starke Nachfrage für die Sommersaison 2026, vor allem bei Familien.
Neues Angebot für Familien mit neurodiversen Kindern
Tui setzt auf ein differenziertes Markenkonzept, zu dem auch die bekannten Robinson Clubs gehören. Neu gibt es auch Angebote für Familien mit neurodiversen Kindern, darunter Kinder mit Autismus oder ADHS: Sensorikräume mit ruhigen Zonen, gedämpftem Licht und klaren Strukturen sollen für diese Personen stressfreie Ferien ermöglichen.
Besonders beliebt im Sommer sind bei Herrn und Frau Schweizer die Nahziele Antalya, Kreta und Mallorca. Bei den Fernzielen liegen die USA vor Thailand und den Malediven.
USA-Geschäft unter Erwartungen
Ausgerechnet bei der Top-Destination USA hatte sich Tui in Sachen Buchungen allerdings mehr erhofft. «Wir hatten gute Vorzeichen mit dem starken Franken gegenüber dem Dollar und der anstehenden Fussball-WM», sagte Czapiewski.
Ob US-Präsident Donald Trumps Politik dabei eine Rolle spiele, lasse sich nicht beurteilen. Es sei «ein Potpourri aus verschiedenen Effekten», auch der Trend zu kurzfristigeren Buchungen spiele mit – entsprechend bestehe weiterhin Hoffnung auf anziehende Nachfrage.
KI verändert Kundenverhalten
Gleichzeitig verändert KI auch bei Tui das Geschäft. «Die Online-Suche verändert sich mit ChatGPT und ähnlichen Tools – für uns ist es zentral, dort relevant zu bleiben», betonte Czapiewski. Ziel sei es, dass potenzielle Kundinnen und Kunden bei KI-gestützten Reisesuchen auch auf Angebote von Tui stossen. Google bleibe aber weiterhin sehr wichtig.
Die persönliche Beratung in den Reisebüros werde durch digitale Kanäle aber nicht ersetzt, sondern ergänzt, so Czapiewski. Auch jüngere Kundinnen und Kunden gingen weiterhin ins Reisebüro. Zudem sei eine Buchung im Reisebüro nicht teurer als online. Tui betreibt in der Schweiz 49 Filialen.
Wettbewerb unverändert
Nach der Hotelplan-Übernahme durch Dertour änderte sich am Wettbewerbsumfeld nach Ansicht von Tui nichts spürbar. Konkrete Zahlen nennt das Unternehmen nicht, bestätigt aber erneut gestiegene Umsätze und Gewinne im Geschäftsjahr 2024/25 (per Ende September).
Der Tui-Konzern mit Hauptsitz in Hannover setzt rund 24 Milliarden Euro um. In der Schweiz beschäftigt Tui rund 380 Mitarbeitende.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
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«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
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