Weniger Emissionen Schweizer CO₂-Ausstoss sinkt – doch ein Sektor bleibt Problem

SDA

13.4.2026 - 10:01

Die Schweiz stösst immer weniger Treibhausgase aus. (Symbolbild)
Die Schweiz stösst immer weniger Treibhausgase aus. (Symbolbild)
Patrick Pleul/dpa

Die Schweiz stösst weniger Treibhausgase aus als noch vor einem Jahr. Doch trotz Fortschritten bleibt vor allem ein Bereich ein hartnäckiges Problem auf dem Weg zu den Klimazielen.

Keystone-SDA

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  • Die Schweiz hat ihre Treibhausgasemissionen 2024 leicht reduziert und liegt deutlich unter dem Niveau von 1990.
  • Besonders stark gesunken sind die Emissionen im Gebäudesektor, unter anderem wegen Wärmepumpen.
  • Der Verkehr bleibt hingegen ein zentraler Treiber und macht rund ein Drittel der Emissionen aus.

40,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente hat die Schweiz 2024 ausgestossen. Das sind rund eine halbe Million Tonnen weniger als 2023. Gegenüber 1990 waren die Emissionen – etwa von Gebäuden, Industrie, Verkehr und Landwirtschaft – im Jahr 2024 27,3 Prozent tiefer.

Bei den Gebäuden war der Treibhausgas-Ausstoss 2024 47 Prozent unter dem Wert von 1990, wie das Bundesamt für Umwelt (Bafu) am Montag schrieb. Gegenüber 2023 sank der Ausstoss um 0,2 Millionen Tonnen, hauptsächlich wegen der zunehmenden Verbreitung von Wärmepumpen.

Der Industriesektor verbesserte sich gegenüber 1990 um 33 Prozent. Beim Verkehr gingen die Emissionen gegenüber 1990 um zehn Prozent zurück. Rund ein Drittel des gesamten Treibhausgas-Ausstosses ist auf den Verkehr zurückzuführen.

13 Prozent unter dem Wert von 1990 lagen die Landwirtschaft, synthetische Treibhausgase sowie die Abfallbewirtschaftung. Das Schweizer Treibhausgasinventar wird vom Bund noch im April beim UNO-Klimasekretariat eingereicht. Die Schweiz hat sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 50 Prozent gegenüber 1990 zu vermindern.