MärkteSchweizer Aktienmarkt schüttelt Zoll-Schock weiter ab
SDA
5.8.2025 - 10:43
An der Schweizer Börse ging es nach dem Zoll-Schock am Dienstag weiter aufwärts. (Archivbild)
Keystone
Am Schweizer Aktienmarkt haben die Kurse am Dienstag im frühen Handel überwiegend angezogen. Damit liessen Investoren den Schreck über die Zoll-Keule von US-Präsident Donald Trump weiter hinter sich. Der Schweiz Leitindex gewann gegen 10.30 Uhr 0,4 Prozent hinzu.
Keystone-SDA
05.08.2025, 10:43
SDA
Gerade in den USA keime nach dem schwachen Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag die Hoffnung auf frühere und stärkere Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed, sagte ein Händler. So preise der Markt aktuell eine Senkung um 25 Basispunkte im September vollständig ein, wobei auch ein grösserer Schritt um 50 Basispunkte nicht ausgeschlossen sei. «Offensichtlich befinden wir uns in einer Situation, in der Anleger das Glas als halb voll betrachten», ergänzt eine Händlerin.
Die Börsen in Europa etwa in Londen, Paris und Frankfurt haben am Dienstag insgesamt freundlich tendiert und standen am Morgen leicht im Plus. Sie profitierten von den zunehmenden Erwartungen an Zinssenkungen in den USA sowie von Hoffnungen auf letzte Handelsrunden mit Donald Trump kurz vor Inkrafttreten der Strafzölle, hiess es.
Die asiatischen Börsen hatten zuvor positiv abgeschlossen und folgten dem globalen Trend. Die Börse in Tokio schloss 0,6 Prozent höher. Auf dem chinesischen Festland legte Shenzhen um 0,6 Prozent und Shanghai um 1,0 Prozent zu.
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Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
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Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
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