ArbeitsvermittlungSchweizer Arbeitgeber fürs kommende Jahr verhalten optimistisch
SDA
9.12.2025 - 11:07
Schweizer Arbeitgeber blicken mit Vorsicht auf die Beschäftigungslage im kommenden Jahr. Immerhin bleiben die Einstellungspläne trotz anhaltender Unsicherheit stabil.(Symbolbild)
Keystone
Schweizer Arbeitgeber blicken mit verhaltenem Optimismus auf den Jahresbeginn 2026. Trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheit bleiben die Einstellungspläne insgesamt stabil.
Keystone-SDA
09.12.2025, 11:07
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Allerdings planen viele Firmen mit Blick auf das erste Quartal des kommenden Jahres ihre Personalentscheide sorgfältiger oder verschieben diese teilweise, wie aus der am Dienstag publizierten Umfrage des Personalvermittlers Manpower hervorgeht.
Die Netto-Beschäftigungsprognose (NEO) stieg gegenüber dem Vorquartal um zwei Prozentpunkte auf 27 Prozent – sank aber gegenüber dem Vorjahr um zwei Punkte. Dabei wird der Anteil der Firmen gemessen, die neue Mitarbeitende einstellen wollen, abzüglich jener, die Personal abbauen.
Unternehmen zögerlich
Ein Grossteil der Schweizer Arbeitgeber hält seinen Personalbestand konstant. Rund ein Drittel fühlt sich mit den bestehenden Teams ausreichend ausgestattet. Weitere Firmen warten aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten mit Neueinstellungen oder sehen den Markt derzeit als stabil an.
Einstellungspläne betreffen zudem vor allem den Ersatz ausgeschiedener Mitarbeitender – 30 Prozent der befragten Unternehmen, die neues Personal einstellen wollen, geben dies als Hauptgrund an. Andere nennen Wachstumsinitiativen oder den Aufbau neuer Geschäftsbereiche. Und bei gut einem Fünftel spielen Initiativen zur Förderung der Vielfalt eine Rolle.
Hinzu kommen strategische Gründe wie der Fokus auf den Erhalt der bestehenden Belegschaft oder das Fehlen grösserer Projekte und Expansionen. Unternehmen, die Personal abbauen, nennen vor allem Umstrukturierungen und die Anpassung an die Nachfrage, aber auch Effizienzprogramme sowie veränderte Qualifikationsanforderungen.
Unterschiede nach Branchen und Regionen
Insbesondere bei den grössten Arbeitgebern des Landes ist der Rückgang am deutlichsten: Unternehmen mit mehr als 5000 Mitarbeitenden melden mit eine NEO von 9 Prozent den schwächsten Ausblick und verzeichnen damit einen markanten Rückgang gegenüber dem Vorjahr.
Auch nach Branchen zeigt sich ein unterschiedliches Bild. Besonders stark trübt sich der Ausblick in den Bereichen Finanzen/Versicherungen sowie Handel/Logistik ein. Regional weist das Espace Mittelland den deutlichsten Rückgang auf. Zürich bleibt zwar auf einem vergleichsweise hohen Einstellungsniveau, verzeichnet im Jahresvergleich jedoch ebenfalls eine Abschwächung.
Die Ergebnisse basieren auf einer weltweiten Befragung, aus der die für die Schweiz relevanten Ergebnisse ermittelt wurden. Die nächste Ausgabe der Manpower-Umfrage erscheint im März 2026 und gibt Auskunft über das zweite Quartal 2026.
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
Ifo-Präsident fordert «Frühling der Reformen»
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
11.12.2025
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
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