TeuerungSchweizer Inflation steigt im Dezember leicht auf +0,1 Prozent
SDA
8.1.2026 - 08:50
Die Schweizer Jahresteuerung lag 2025 in einem sehr tiefen Bereich. (Archivbild)
Keystone
Die Jahresinflation in der Schweiz ist im Dezember leicht gestiegen. Gegenüber dem Vormonat November haben sich die Preise im Durchschnitt derweil praktisch nicht verändert.
Keystone-SDA
08.01.2026, 08:50
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Konkret lag die Jahresteuerung im Dezember bei +0,1 Prozent nach 0,0 Prozent im Monat davor, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Der höchste Monats-Wert im vergangenen Jahr war der Januar mit +0,4 Prozent, im Mai war die Inflation mit -0,1 Prozent gar leicht ins Minus gefallen. Der Durchschnittswert für 2025 lag laut BFS bei +0,2 Prozent (VJ +1,1%). Dies ist der tiefste Wert seit 2020.
Die Dezember-Inflation ist damit im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Von der Nachrichteagentur AWP befragte Experten hatten im Vorfeld mit einem Wert zwischen 0,0 und +0,2 Prozent gerechnet.
Weiter klar im Plus liegt die Inflation bei den Inlandgütern. Hier waren die Konsumentenpreise im Berichtsmonat im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,5 Prozent höher. Gleichzeitig blieb die Jahresteuerung bei den Importgütern mit -1,6 Prozent deutlich im Minus. Die Kerninflation – ohne frische und saisonale Produkte, Energie und Treibstoffe – war im Dezember bei +0,5 Prozent (November +0,4%).
Im Vergleich zum Vormonat war der Landesindex der Konsumentenpreise (CPI) im Berichtsmonat praktisch unverändert bei 106,9 Punkte (VM 107,0). Diese Preisstabilität resultiert laut BFS aus entgegengesetzten Entwicklungen, die sich insgesamt aufgewogen haben. So sind die Preise für Pauschalreisen ins Ausland, für Medikamente und für diverse Gemüsesorten gesunken. Gestiegen sind hingegen die Mieten von privaten Verkehrsmitteln sowie die Preise in Hotellerie und Parahotellerie.
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
Ifo-Präsident fordert «Frühling der Reformen»
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
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Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
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