Unsicherheit wächst Schweizer meiden Fernreisen – Europa boomt

SDA

5.5.2026 - 09:16

Europäische Länder haben für Schweizer Reisewillige deutlich an Attraktivität gewonnen. (Archivbild)
Europäische Länder haben für Schweizer Reisewillige deutlich an Attraktivität gewonnen. (Archivbild)
Keystone

Das Sicherheitsgefühl der Schweizer bei Auslandreisen ist deutlich gesunken. Trotzdem verzichten viele nicht auf Ferien – sondern ändern ihr Verhalten: Europa gewinnt an Bedeutung, während Fernreisen an Attraktivität verlieren.

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  • Ein Drittel der Schweizer empfindet Auslandreisen als unsicher – deutlich mehr als im Vorjahr.
  • Trotzdem bleibt die Reiselust hoch, viele passen jedoch ihre Destinationen an.
  • Europa wird beliebter, während Fernreisen und Autoreisen an Bedeutung verlieren.

Das Sicherheitsgefühl der Schweizer Bevölkerung bei Auslandreisen hat sich deutlich verschlechtert. Statt auf Ferien zu verzichten, weichen Reisewillige aber vermehrt auf Ziele in Europa aus, wie das neuste Reisebarometer des Touring Club Schweiz zeigt.

Ein Drittel der Befragten stufe Auslandreisen als eher unsicher ein, teilte der Touring Club Schweiz (TCS) am Dienstag mit. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 19 Prozent – einzig im Pandemiejahr 2021 war die Unsicherheit noch grösser. Die Daten stammen aus dem zehnten Reisebarometer das vom Forschungsinstitut GFS Bern durchgeführt worden ist.

Trotzdem sei die Reisefreudigkeit weiterhin hoch. Während im Vorjahr 61 Prozent der Befragten angaben, weniger oder gar nicht zu reisen, lag dieser Anteil zuletzt noch bei 49 Prozent.

Politische Instabilität und Kriege beeinflussten jedochTourismusdie Wahl der Reiseziele stark. Zwei Drittel der Teilnehmenden nannten diesen Umstand als entscheidenden Faktor. In der Folge gewannen europäische Länder an Beliebtheit, während Nordamerika an Attraktivität einbüsste.

Autoreisen weniger gefragt

Auch bei der Wahl des Verkehrsmittels zeigte sich eine Veränderung gegenüber den Vorjahren. Das eigene Auto nannten noch 51 Prozent als bevorzugtes Reisemittel, während es zwei Jahre zuvor noch 67 Prozent waren. Damit lag das Auto praktisch gleichauf mit dem Flugzeug (51 Prozent) und dem Zug (50 Prozent).

Die repräsentative Studie wurde zwischen Februar und März durchgeführt. GFS Bern befragte 1004 Personen aus der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Schweiz sowie 810 Mitglieder des TCS.