Verarbeitende IndustrieSchweizer sammeln 3,1 Millionen Tonnen Recycling-Stoffe pro Jahr
SDA
25.11.2025 - 11:00
Schon das Sammeln einer Aluminium-Dose (0,33 l) spart so viel Umweltbelastung ein, wie ungefähr 4,7 Kilometer Fahrt mit einem E-Bike. (Archivbild)
Keystone
Jeder Mensch in der Schweiz bringt pro Jahr 50 gefüllte Einkaufskörbe voller Recycling-Stoffe zurück in den Kreislauf. Das entspricht 350 Kilogramm pro Person. Landesweit können damit 3,1 Millionen Tonnen an Wertstoffen zu neuen Rohstoffen aufbereitet werden.
Keystone-SDA
25.11.2025, 11:00
SDA
Das entspricht 3,5-mal der Golden Gate Bridge im US-amerikanischen San Francisco, wie der Dachverband der Schweizer Recycling-Organisationen Swiss Recycle am Dienstag mitteilte. Die durch Recycling vermiedene Umweltbelastung entspricht jener der Stadt Lugano mit ihren über 66'000 Einwohnenden.
Mehr als die Hälfte der Siedlungsabfälle werde separat gesammelt und anschliessend recycelt, hiess es weiter. Mit wenig lasse sich schon Grosses bewirken. Eine gesammelte PET-Getränkeflasche (0,5 l) spare so viel Umweltbelastung ein, wie 43 Anfragen auf ChatGPT.
Ein Kilo gesammelte Batterien und Akkus wiederum schalte so viel Umweltbelastung aus, wie eine Zugfahrt von Bern nach Genf. Und aus einem LCD-TV können fast 8,7 Kilogramm Eisen zurückgewonnen werden.
Die Zahlen entstammen dem Leistungsbericht 2025 von Swiss Recycle, der auf den aktuellen Abfallstatistiken des Bundesamts für Umwelt (BAFU) basiert.
Laut BAFU liegt die Recyclingquote der Schweiz bei 52 Prozent. Viele der Materialien, die 1970 auf der Mülldeponie landeten oder verbrannt wurden, werden heute separat gesammelt und recycelt.
Gleichzeitig aber hat sich die Menge an Abfall, die Schweizerinnen und Schweizer pro Kopf verursachen, seit 1970 verdreifacht. Das hat – trotz hoher Recyclingquote – erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt.
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
11.12.2025
Wadephul: China signalisiert Entgegenkommen bei Seltenen Erden
STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
08.12.2025
EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?
Die EU dreht den Gashahn zu: Bis spätestens Ende 2027 will Brüssel vollkommen unabhängig von russischem Erdgas sein. Damit wollen sich die EU-Staaten langfristig unabhängig von Energieimporten aus Russland und damit weniger erpressbar machen. Zudem wird es Russland erschwert, seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit den Milliardengewinnen aus Energielieferungen zu finanzieren.
05.12.2025
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