InvestitionsvorhabenSchweizer Unternehmen drosseln Tempo bei Investitionen
an
10.2.2023 - 10:14
KOF-Umfrage zeigt gewisse Zurückhaltung bei Investitionen hiesiger Unternehmen (Archivbild)
Keystone
Die Schweizer Unternehmen sind bei ihren Investitionsvorhaben etwas zurückhaltender geworden. So wirken sich finanzielle Engpässe dämpfend auf ihre Pläne aus.
Keystone-SDA, an
10.02.2023, 10:14
SDA
Für 2023 rechnen die Unternehmen noch mit einem Wachstum der Anlageinvestitionen von nominal 3,9 Prozent, wie eine am Freitag publizierte Umfrage der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich zeigt. Im Vorjahr waren sie mit einer Wachstumserwartung von 5,9 Prozent noch zuversichtlicher gewesen.
Diese Verlangsamung bei den Investitionen komme angesichts der Energiekrise und steigender Zinsen nicht überraschend, schreibt die KOF. Erstaunlich sei vielmehr die Resilienz der Investitionen gegenüber der eingetrübten Wirtschaftslage. Auf eine Rezession deuteten die Umfrageergebnisse jedenfalls nicht hin, was im Einklang mit den KOF-Konjunkturprognosen vom Dezember stehe.
Verlangsamung bei Bau und Industrie
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich vor allem das Tempo bei den Investitionen in Industrie und den Bausektor verlangsamt. So wollen die Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe ihre Investitionen im laufenden Jahr nur noch um 2 Prozent erhöhen, nach einem Anstieg von 8 Prozent im Vorjahr. Die Firmen aus dem Baugewerbe planen sogar, ihre Investitionen im Jahr 2023 um 3 Prozent zu reduzieren, nachdem diese im Vorjahr noch um 3 Prozent gestiegen waren.
Robust zeigen sich die Investitionserwartungen dagegen im Dienstleistungssektor: Dort erreicht das geplante Wachstum mit 5 Prozent einen ähnlichen Wert wie im Vorjahr.
Fliessen sollen die zusätzlichen Mittel vor allem in Neu- und Umbauten von Betriebs- und Geschäftsgebäuden. Auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie Investitionen in Ausrüstung und Maschinen sollen erhöht werden.
Unsicherheiten nehmen zu
Bei den für das Jahr 2023 erhobenen Investitionszahlen handelt es sich laut KOF um Investitionspläne, deren Realisierung zum Zeitpunkt der Befragung im Herbst noch nicht sicher war. Um die Präzision zu erhöhen, seien die Unternehmen auch nach der Realisierungssicherheit befragt worden. Demnach bewerteten knapp 12 Prozent der Unternehmen ihre Pläne für 2023 als unsicher, was rund ein Drittel mehr ist als noch im Vorjahr.
Laut KOF sorgen vor allem die erhöhten geopolitischen Spannungen und die eingetrübten globalen Wirtschaftsaussichten für Verunsicherung. Aufgrund der Ertragslage und fehlenden finanziellen Ressourcen könnte es für die Unternehmen denn auch schwierig werden, ihre Investitionsziele zu erreichen.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik
Davos, 22.01.2026: O-Ton, Friedrich Merz, Bundeskanzler: (6:22)
«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei dabei nur der sichtbarste Ausdruck. Gleichzeitig gewinne China strategisch an Einfluss, während die Vormachtstellung der USA zunehmend herausgefordert werde.
Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
Merz fordert deshalb ein Umdenken – auch in Deutschland und der Europäischen Union.
Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit müssten neu bewertet werden.
23.01.2026
Wie Trump kontern? EU beruft Sondergipfel ein
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
«Kein kuscheliger Ort»: Merz warnt in Davos vor neuer Machtpolitik