AltersvorsorgeSchweizerinnen und Schweizer blicken mit Sorge auf Pensionierung
SDA
27.11.2025 - 09:46
Viele Schweizer im Erwerbsalter sind skeptisch, ob das für die Pension angesparte Geld ausreicht, um den Ruhestand geniessen zu können. Die Rentner schätzen derweil ihre finanzielle Lage zumeist positiv ein. (Symbolbild)
Keystone
Reicht das für die Pension angesparte Geld aus, um den Ruhestand geniessen zu können? Viele Schweizer im Erwerbsalter sind skeptisch, wenn es um die Beantwortung dieser Frage geht. Die Rentner schätzen derweil ihre finanzielle Lage zumeist positiv ein.
Keystone-SDA
27.11.2025, 09:46
SDA
Dies zeigte eine am Donnerstag veröffentlichte Studie ("Vorsorge-Panorama Schweiz") von Swiss Life. Demnach glauben nur 42 Prozent der Befragten im Erwerbsalter, dass sie ihren Lebensstandard nach der Pensionierung halten können. Über die Hälfte geht gar davon aus, wahrscheinlich keines der wichtigsten Pensionierungsziele wie Sicherheit und Kontinuität erreichen zu können.
Auf die Frage, was sich ändern müsste, damit dies gelingt, sehen die Befragten die Verantwortung weniger bei sich selbst. Vielmehr hoffen sie vor allem auf sinkende Lebenshaltungskosten oder eine bessere Lohnentwicklung.
Zufriedene Rentner
Ganz anders präsentiert sich die Lage aufseiten der Rentnerinnen und Rentner: Da gab eine grosse Mehrheit (71 Prozent) an, dass sie (rückblickend) ihren Lebensstandard im Ruhestand wahren konnten. Entsprechend zeigten sich Rentnerpaare in finanzielle Hinsicht am häufigsten zufrieden (72 Prozent). Bei Alleinerziehenden im Erwerbsalter ist die Zufriedenheit mit der finanziellen Lage derweil am geringsten (32 Prozent).
Um nach der Pension gut über die Runden zu kommen, kann unter anderem Geld für die Altersvorsorge gespart werden. Gut 60 Prozent der Befragten im Erwerbsalter gaben an, dass sie Geld zur Seite legen können. Allerdings sparen die Jüngeren weniger für die Altersvorsorge, sondern eher für Reisen, den Kauf eines Autos, für die Familie oder einen Hauskauf. Einzig die Gruppe der 55- bis 64-Jährige spart gemäss der Umfrage besonders häufig, um «den Ruhestand voll geniessen zu können».
Die neu lancierte Studienreihe «Vorsorge-Panorama Schweiz» der Swiss Life soll einmal pro Jahr erscheinen. Darin werden systematisch die finanzielle Situation, das Finanzwissen sowie das Spar-, Vorsorge- und Investitionsverhalten der Schweizer Bevölkerung beleuchtet. Die Analysen stützen sich auf Daten aus offiziellen Statistiken sowie auf die Antworten aus einer Befragung von 3500 Personen.
EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?
Die EU dreht den Gashahn zu: Bis spätestens Ende 2027 will Brüssel vollkommen unabhängig von russischem Erdgas sein. Damit wollen sich die EU-Staaten langfristig unabhängig von Energieimporten aus Russland und damit weniger erpressbar machen. Zudem wird es Russland erschwert, seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit den Milliardengewinnen aus Energielieferungen zu finanzieren.
05.12.2025
Juso-Erbschaftssteuerinitiative ist am Ständemehr gescheitert
In der Schweiz wird es vorderhand keine nationale Erbschaftssteuer zugunsten des Klimas geben. Die Juso-Volksinitiative «für eine Zukunft» ist gemäss Angaben des Bundesamts für Statistik (BFS) am Ständemehr gescheitert. Applaus gab es bei den Abstimmungssiegern aber auch bei den Verlierern, der Juso. «Wir haben es geschafft, über ein Jahr über unsere grössten Krisen zu sprechen», so die Juso-Präsidentin Mirjam Hostetmann.
30.11.2025
Ifo-Index sinkt – «Deutsche Wirtschaft zweifelt an baldiger Erholung»
STORY: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich überraschend wieder verschlechtert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im November um 0,3 auf 88,1 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilte. Ökonomen hatten hingegen mit einem Mini-Anstieg auf 88,5 Zähler gerechnet. «Die Unternehmen haben doch länger erwartet, dass im kommenden Jahr durch das viele Geld, das die Politik sich leiht und unter die Leute bringt, dass da ein Aufschwung kommt, und man hat ausserdem erwartet, dass die neue Bundesregierung Reformen verabschiedet im Herbst über die Schulden hinaus. Und jetzt gibt es doch eine gewisse Skepsis, ob das was wird. Erstmal sieht man, dass nach den Plänen, die wir derzeit haben, das zusätzlich aufgenommene Geld teilweise gar nicht in zusätzliche Investitionen fliesst, sondern Haushaltslöcher stopft. Das ist nicht gut. Und die Reformen bleiben aus oder weisen sogar in die falsche Richtung, wenn wir etwa an die Rentenreform denken, die treibt ja die Kosten für künftige Bundeshaushalte in die Höhe. Das heisst, höhere Steuern, möglicherweise auch höhere Beitragssätze in der Rentenversicherung, und da sagt die Wirtschaft, das hilft uns nicht.» Mit Blick auf den Streit um die Rentenreform forderte Fuest die Beteiligten auf, noch mal nachzudenken. «Die Renten müssen dauerhaft langsamer steigen als die Löhne. Das gilt auch für die Pensionen, da haben wir ähnliche Probleme, und entsprechend sollte sich die Politik verhalten, aber derzeit weitet die Politik eher die Rentenleistung aus und sie steuert damit in die falsche Richtung. Deshalb haben wir eben gefordert, das gesamte Paket nochmal zurückzuziehen. Es soll ja eine Rentenkommission geben, die sollte man mal anhören und dann solide entscheiden.» Nach einem Schrumpfen im Frühjahr und einer Stagnation im Sommer dürfte die deutsche Wirtschaft im laufenden Schlussquartal 2025 nach Einschätzung der Bundesbank wieder leicht wachsen. Ein spürbares Anziehen der Konjunktur erwarten Fachleute aber erst für das kommende Jahr.
24.11.2025
EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?
Juso-Erbschaftssteuerinitiative ist am Ständemehr gescheitert
Ifo-Index sinkt – «Deutsche Wirtschaft zweifelt an baldiger Erholung»