Handelskrieg scheint abgewendetSeco-Chefin glättet in Washington die Handelswogen
tcar
18.3.2025
Sorgte für Entspannung in Washington: Seco-Chefin Helene Budliger Artieda. (Archivbild)
Bild: sda
Seco-Chefin Helene Budliger Artieda konnte in den USA einen Handelskrieg verhindern. In Gesprächen mit dem Stabschef des Handelsbeauftragten von US-Präsident Trump ging es um unberechtigte US-Vorwürfe.
tcar
18.03.2025, 22:51
Carsten Dörges
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Seco-Chefin Helene Budliger Artieda hat in Washington den Stabschef des Handelsbeauftragten von US-Präsident Donald Trump getroffen.
Die Schweizer Delegation konnte US-Vorwürfe unlauterer Handelspraktiken widerlegen.
Seco-Chefin Helene Budliger Artieda hat in Washington den Stabschef des Handelsbeauftragten von US-Präsident Donald Trump getroffen. Die Schweizer Delegation konnte laut einer Mitteilung US-Vorwürfe unlauterer Handelspraktiken widerlegen. Ein Handelskrieg scheint somit abgewendet.
Das Treffen mit dem Stabschef des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer hat «in einer freundlichen Gesprächsatmosphäre» stattgefunden, wie es vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstagabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA hiess.
Kontakte mit Vertretern der neuen US-Regierung
Ziel des Treffens sei es auch gewesen, Kontakte mit Vertretern der neuen US-Regierung zu knüpfen und Möglichkeiten zur Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen auszuloten. Treffen fanden ausserdem mit Vertretern des Finanzministeriums statt mit Gesprächen über die Neuausrichtung der US-Aussenpolitik und deren Auswirkungen auf die Sanktionspolitik.
Die Schweiz hat mit den USA eine positive Handelsbilanz bei Gütern, exportiert also in die USA mehr als sie von dort importiert, und erschien darum auf einer sogenannten Konsultations-Liste der Regierung Trump.
Schweiz ist nicht unfair
Man könne der Schweiz nicht vorwerfen, unfair zu sein, sagte die Seco-Chefin kürzlich in einem Interview in CH-Media-Titeln. Die Schweiz habe einseitig ihre Industriezölle abgeschafft, und es gebe keine Pharma-Zölle. US-Unternehmen könnten ihre Produkte zollfrei in die Schweiz exportieren. Zudem hätten Schweizer Unternehmen in den USA fast eine halbe Million Jobs mit einem sehr hohen Einkommen von durchschnittlich 131’000 Dollar pro Stelle geschaffen.
Der neue US-Präsident hat seit seiner Amtseinführung im Januar einen Zollkrieg mit den Nachbarländern Kanada und Mexiko vom Zaun gebrochen, ebenso mit China. Auch der EU hat Trump Zölle in zweistelliger Prozenthöhe angedroht. Der Republikaner überzieht Handelspartner regelmässig mit unbewiesenen Anschuldigungen. In Bern wurde deshalb befürchtet, auf einer schwarzen US-Liste zu landen.