Signa-PleiteSigna-Masseverwalter verkauft Chrysler Building in New York
ls
3.3.2025 - 14:07
Die insolvente Signa Holding hat ihre Anteile am Chrysler Building in New York der RFR Holding verkauft. (Archivbild)
Keystone
Die insolvente Immobiliengruppe Signa ist um eines ihrer früheren «Leuchtturm»-Projekte ärmer: Christof Stapf, Masseverwalter der Signa Holding, hat Käufer für das Chrysler Building in New York gefunden.
Keystone-SDA, ls
03.03.2025, 14:07
SDA
Über den Verkauf der Tochter Signa International Holding trennte sich die Signa indirekt von ihren Anteilen am Chrysler Building, die die Signa gemeinsam mit der RFR Holding gehalten hat. Die Käufer Aby Rosen und Michael Fuchs von der RFR Holding überwiesen unter Berücksichtigung aller Forderungen und bestehenden Verpfändungen 5 Millionen Euro.
Wie hoch diese Forderungen waren, teilte Stapf nicht mit. Weiters zogen die Käufer Konkursforderungen von rund 50 Millionen Euro zurück, ergänzte der Masseverwalter am Montag.
Hohe Mieten
Das Chrysler Building galt als eines der «Filetstücke» der Signa. René Benko erwarb 2019 gemeinsam mit der US-Firma RFR das nach den Plänen von William Van Alen errichtete Gebäude um kolportierte 150 Millionen Dollar (135,46 Mio. Franken).
Für Benko war dies auf den ersten Blick ein Schnäppchen: Denn das Investmentunternehmen Abu Dhabi Investment Council aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte 2008 von der Immobilienfirma Tishman Speyer einen 90-prozentigen Anteil an dem Gebäude, das als Meisterwerk des Art Deco gilt, um 800 Millionen Dollar erworben.
Allerdings galt das Chrysler Building mit geschätzten Betriebskosten von 15 Millionen Dollar jährlich schon damals als renovierungsbedürftig. Und es steht auf fremdem Boden.
Denn die Grundfläche gehört der Architekturschule Cooper Union. Und diese hat die Jahresmiete kurz vor dem Verkauf des Gebäudes von 7,8 Millionen auf 32,5 Millionen Dollar hinaufgesetzt. Ab 2028 werden 41 Millionen Dollar jährlich fällig, ab 2038 sollen es 55 Millionen Dollar sein.
Mindestens noch zwei Jahre für Abwicklung
Stapf hat auch nach dem Verkauf des Chrysler Building genug zu tun. Laut einem Gutachten von Deloitte Financial war die Signa Holding spätestens ab 30. November 2022 zahlungsunfähig – etwa für die Beurteilung von Anfechtungsansprüchen durchaus relevant.
Bis Ende Februar wurden beim Insolvenzgericht 442 Forderungen in Höhe von insgesamt 7,712 Milliarden Euro angemeldet. Davon wurden bisher 2,163 Milliarden Euro anerkannt.
Weiter wurden Anfechtungsansprüche von 300 Millionen Euro eingefordert. Und rund 3 Millionen Euro konnten im Vergleichsweg eingezogen werden, heisst es im vierten Bericht des Masseverwalters an die Gläubiger.
Die geordnete Abwicklung der übrigen Unternehmensbereiche werde noch mindestens zwei Jahre in Anspruch nehmen, so Stapf. So laufen etwa noch die Verhandlungen über den Verkauf der österreichischen Medienbeteiligungen. Die Signa Holding hält indirekt rund 25 Prozent an der «Kronen Zeitung» und dem «Kurier».
Ehemaliger Globus-Mitbesitzer
In der Schweiz ist Benko vor allem als früherer Mitbesitzer der Warenhauskette Globus bekannt. Diese ist letzten Herbst an seinen thailändischen Partner Central Group übergegangen.
Nicht Teil der Transaktion waren die Globus-Immobilien. Diese bleiben vorerst je zur Hälfte im Besitz von Central Group und Signa. Ein Verkaufsprozess sei eingeleitet worden, hiess es kürzlich vonseiten der Insolvenzverwalterin von Signa Prime Selection.
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
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Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
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