FinanzdienstleisterSIX ernennt Ex-CS-Schweiz-Chef André Helfenstein zum Präsidenten
SDA
5.12.2025 - 07:35
Bei der Schweizer Börsenbetreiberin SIX wird André Helfenstein neu Präsident. Dieser war von 2020 bis 2024 CS-Schweiz-Chef. (Archivbild)
Keystone
Jetzt ist es offiziell: Die Schweizer Börsenbetreiberin SIX hat André Helfenstein zum neuen Präsidenten ernannt. Dieser wird Thomas Wellauer bereits per 1. Januar 2026 an der Spitze des Verwaltungsrats ablösen.
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05.12.2025, 07:35
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Die Nachrichtenagentur AWP hatte bereits am Mittwoch exklusiv berichtet, dass Helfenstein das Rennen um die Nachfolge Wellauers machen dürfte. Der Noch-Verwaltungsratspräsident hatte im Mai 2025 angekündigt, an der kommenden Generalversammlung nicht mehr zur Wahl anzutreten.
Nun wird Wellauer bereits zum Jahreswechsel abgelöst, wie die SIX am Freitag mitteilt. Er bleibe aber bis zur GV am 6. Mai 2026 Mitglied des Verwaltungsrats, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.
Kenner der Schweizer Bankenlandschaft
Wellauer hatte das SIX-Präsidium im Jahr 2020 übernommen. Unter seiner strategischen Führung wurden neun der zehn aktuellen Mitglieder der Konzernleitung ernannt – unter anderem auch SIX-Chef Bjørn Sibbern, der seit Anfang 2025 CEO ist.
Helfenstein ist seit 2020 Mitglied des SIX-Verwaltungsrats. Er bringe umfangreiche nationale und internationale Führungserfahrung mit, so die SIX. Seit 2007 war er für die Credit Suisse in verschiedenen leitenden Funktionen in unterschiedlichen Geschäftsbereichen für Privatkunden, Firmenkunden und institutionelle Kunden tätig – zuletzt von 2020 bis 2024 als CS-Schweiz-Chef.
Davor hatte der 58-jährige Schweizer mehr als ein Jahrzehnt lang für die Boston Consulting Group gearbeitet. Helfenstein hat einen Master-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre der Universität St. Gallen.
Wie kann die EU Donald Trump kontern? Nach den Zoll-Drohungen des US-Präsidenten im Streit um Grönland befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.
20.01.2026
Machtkampf um die Fed: Notenbankchef Powell stellt sich gegen Trump
Washington, 12.01.2026: Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert. Jerome Powell weist strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurück.
Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.
Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren wirft Trump eine «korrupte Übernahme» der Zentralbank vor. Warum Trumps Justizministerium ausgerechnet jetzt gegen Powell vorgeht, ist unklar. Dessen Amtszeit endet ohnehin im Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.
12.01.2026
Ifo-Präsident fordert «Frühling der Reformen»
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
11.12.2025
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