Kahlschlag bei FlugsicherungSkyguide will bis zu 220 Stellen streichen
SDA
19.5.2026 - 11:28
Die Flugsicherung Skyguide prüft den Abbau von über 200 Stellen bis 2027 an den Standorten Genf und Dübendorf. (Archivbild)
Keystone
Die Schweizer Flugsicherung Skyguide hat ein Konsultationsverfahren zum möglichen Stellenabbau eröffnet. Betroffen sein könnten 220 Mitarbeitende in Genf und Dübendorf.
Keystone-SDA
19.05.2026, 11:28
19.05.2026, 14:46
SDA
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Die Schweizer Flugsicherung Skyguide prüft wegen steigender Kosten und wirtschaftlichem Druck den Abbau von bis zu 220 Stellen bis Ende 2027.
Betroffen wären Mitarbeitende in Genf und Dübendorf, während Flugverkehrsleitende von Entlassungen ausgenommen bleiben sollen.
Mit einem Konsultationsverfahren und Massnahmen wie Frühpensionierungen oder internen Wechseln will Skyguide die Zahl der Kündigungen möglichst reduzieren.
Skyguide prüft wegen wachsendem Kostendruck den Abbau von bis zu 220 Stellen bis Ende 2027. Dazu habe das Unternehmen ein Konsultationsverfahren eröffnet, teilt die Schweizer Flugsicherung am Dienstag mit.
Betroffen sein könnten Mitarbeitende an den Standorten Genf und Dübendorf. Die operativ tätigen Flugverkehrsleitenden seien allerdings von möglichen Entlassungen ausgenommen.
Der Stellenabbau solle in zwei Phasen erfolgen: Von September bis November 2026 könnten bis zu 90 Stellen wegfallen, zwischen Mai und Juni 2027 weitere bis zu 130 Stellen.
Kostendruck und Effizienzziele
Als Gründe nennt Skyguide steigende Personal- und Systemkosten, unsichere Einnahmen, europäische Effizienzziele sowie komplexe interne Strukturen. Die Personalkosten hätten 2025 rund 382 Millionen Franken betragen, bei Gesamtausgaben von 576 Millionen Franken.
Skyguide wolle mit strukturellen Anpassungen die finanzielle Stabilität sichern, die Effizienz erhöhen und die Organisation stärker auf den Kernauftrag der Flugsicherung ausrichten, heisst es. Sicherheit und Betriebskontinuität seien während des gesamten Prozesses gewährleistet.
Suche nach Alternativen zu Kündigungen
Im Rahmen des Konsultationsverfahrens will Skyguide gemeinsam mit Sozialpartnern und Arbeitnehmervertretungen Massnahmen prüfen, um die Zahl der Kündigungen möglichst zu begrenzen. Genannt werden unter anderem weniger Neueinstellungen, Frühpensionierungen, interne Wechsel und ein geringerer Einsatz externer Mitarbeitender.
Das Konsultationsverfahren läuft laut Mitteilung bis zum 18. Juni 2026. Danach will das Unternehmen über das weitere Vorgehen entscheiden.
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