MedienSRG-Generaldirektorin Susanne Wille warnt vor Experimenten
SDA
19.11.2025 - 15:23
Für SRG-Generaldirektorin Susanne Wille sind die Herausforderungen für die Medien so gross, dass sie keine andere Wahl haben, als zu kooperieren. (Archivbild)
Keystone
Die Halbierungsinitiative bedroht laut SRG-Generaldirektorin Susanne Wille das ganze Schweizer Mediensystem. Sie sprach sich erneut für eine stärkere Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen aus. Die Herausforderungen für die Branche seien zu gross, um sich zu spalten.
Keystone-SDA
19.11.2025, 15:23
SDA
«Die SRG braucht starke private Medien, aber eine Schwächung der SRG würde niemanden stärken», betonte Wille am Mittwoch in Lausanne am Forum des médias romands.
Die Initiative würde dem Mediensystem 800 Millionen Franken entziehen, sagte Wille weiter. «Dieses Geld würde nie wieder zurückfliessen. Und es würde nicht nur die SRG treffen, sondern das ganze System.» Es sei nicht der Zeitpunkt, den Zauberlehrling zu spielen und gefährliche Experimente zu machen, so Wille weiter.
Sie begrüsste die am selben Tag angekündigte Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen der SRG und den Verlegern in der Romandie, vertreten durch den Westschweizer Dachverband Médias Suisses. Eine entsprechende Kooperation zwischen der SRG und dem Verband Schweizer Medien (VSM) war im Mai abgeschlossen worden.
Juso-Erbschaftssteuerinitiative ist am Ständemehr gescheitert
In der Schweiz wird es vorderhand keine nationale Erbschaftssteuer zugunsten des Klimas geben. Die Juso-Volksinitiative «für eine Zukunft» ist gemäss Angaben des Bundesamts für Statistik (BFS) am Ständemehr gescheitert. Applaus gab es bei den Abstimmungssiegern aber auch bei den Verlierern, der Juso. «Wir haben es geschafft, über ein Jahr über unsere grössten Krisen zu sprechen», so die Juso-Präsidentin Mirjam Hostetmann.
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STORY: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich überraschend wieder verschlechtert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im November um 0,3 auf 88,1 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilte. Ökonomen hatten hingegen mit einem Mini-Anstieg auf 88,5 Zähler gerechnet. «Die Unternehmen haben doch länger erwartet, dass im kommenden Jahr durch das viele Geld, das die Politik sich leiht und unter die Leute bringt, dass da ein Aufschwung kommt, und man hat ausserdem erwartet, dass die neue Bundesregierung Reformen verabschiedet im Herbst über die Schulden hinaus. Und jetzt gibt es doch eine gewisse Skepsis, ob das was wird. Erstmal sieht man, dass nach den Plänen, die wir derzeit haben, das zusätzlich aufgenommene Geld teilweise gar nicht in zusätzliche Investitionen fliesst, sondern Haushaltslöcher stopft. Das ist nicht gut. Und die Reformen bleiben aus oder weisen sogar in die falsche Richtung, wenn wir etwa an die Rentenreform denken, die treibt ja die Kosten für künftige Bundeshaushalte in die Höhe. Das heisst, höhere Steuern, möglicherweise auch höhere Beitragssätze in der Rentenversicherung, und da sagt die Wirtschaft, das hilft uns nicht.» Mit Blick auf den Streit um die Rentenreform forderte Fuest die Beteiligten auf, noch mal nachzudenken. «Die Renten müssen dauerhaft langsamer steigen als die Löhne. Das gilt auch für die Pensionen, da haben wir ähnliche Probleme, und entsprechend sollte sich die Politik verhalten, aber derzeit weitet die Politik eher die Rentenleistung aus und sie steuert damit in die falsche Richtung. Deshalb haben wir eben gefordert, das gesamte Paket nochmal zurückzuziehen. Es soll ja eine Rentenkommission geben, die sollte man mal anhören und dann solide entscheiden.» Nach einem Schrumpfen im Frühjahr und einer Stagnation im Sommer dürfte die deutsche Wirtschaft im laufenden Schlussquartal 2025 nach Einschätzung der Bundesbank wieder leicht wachsen. Ein spürbares Anziehen der Konjunktur erwarten Fachleute aber erst für das kommende Jahr.
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