Vergabe an SiemensStadler legt Rekurs gegen SBB-Riesenauftrag ein
SDA
28.11.2025 - 09:18
Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident von Stadler Rai.
sda
Nach der Vergabe eines SBB-Grossauftrags an Siemens hat Stadler Rail am Freitag Rekurs eingelegt.
Keystone-SDA
28.11.2025, 09:18
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Stadler Rail hat Rekurs gegen den Riesenauftrag der SBB für neue Doppelstockzüge an Siemens eingelegt. Man könne die Bewertung der SBB auch nach vertiefter Analyse der Unterlagen nicht nachvollziehen, schrieb der Ostschweizer Konzern in einem Communiqué am Freitag.
Der Rekurs sei am Vortag beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht worden. Eine unabhängige Überprüfung der Vergabe sei angebracht, hiess es. Zuvor hatten die CH-Media-Zeitungen über die Einsprache berichtet.
Das Angebot von Stadler, das auf dem im täglichen Einsatz bewährten Doppelstockzug basiere, sei gegenüber einem Zug, der lediglich auf dem Papier existiere, zu tief bewertet worden. «Es ist für Stadler nicht nachvollziehbar, wie sich das siegreiche Angebot in bewerteten Kriterien wie beispielsweise Betriebskosten, Qualität, Instandhaltung, Nachhaltigkeit oder Serviceverträge abheben konnte», schrieb der Ostschweizer Konzern.
Die SBB hatten am 7. November den Milliarden-Auftrag für 116 Doppelstockzüge für die Zürcher S-Bahn und die Westschweiz an Siemens vergeben. Stadler-Patron Peter Spuhler sprach kurz darauf von einem Fehlentscheid und kündigte an, einen Rekurs zu prüfen.