Weltrekord im Berner OberlandSteilste Seilbahn der Welt ist ab heute in Betrieb
ga, sda
14.12.2024 - 09:40
Die steilste Seilbahn der Welt führt mit einer Steigung von 159,4 Prozent von Stechelberg nach Mürren im Berner Oberland.
Keystone
Es ist die Fahrt der Superlative. Die steilste Seilbahn der Welt hat im Berner Oberland den Betrieb aufgenommen. Mit einer Steigung von 159,4 Prozent bringt sie Passagiere in nur vier Minuten von Stechelberg nach Mürren.
Keystone-SDA, ga, sda
14.12.2024, 09:40
14.12.2024, 11:21
SDA
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Die Weltrekord-Seilbahn hat heute ihre Tore geöffnet.
Die automatisierte Bahn transportiert bis zu 800 Personen pro Stunde und überwacht den Betrieb mittels Kameras und Sensoren, ohne Personal an Bord.
Als Teil des Projekts «Schilthornbahn 20XX» wird das Seilbahnsystem bis 2026 modernisiert, um die Reisezeit auf das Schilthorn auf 18 Minuten zu reduzieren.
Die steilste Seilbahn der Welt zwischen Stechelberg und Mürren im Berner Oberland hat am Samstag den Betrieb für die Passagiere aufgenommen. Die Seilbahnfahrt mit einer Steigung von 159,4 Prozent über die senkrechten Wände der Mürrenfluh dauert nur vier Minuten.
Die klassische Pendelbahn der Superlative überwindet auf einer Fahrbahnlänge von knapp 1194 Metern eine Höhe von 775 Meter. Die zwei Seilbahnkabinen bieten Platz für je 85 Personen. Bei einer Vollauslastung lassen sich nach Angaben der Schilthornbahn AG pro Stunde 800 Personen transportieren.
Die Kabinen hängen wegen der starken Steigung an einem je elf Meter langen Arm. Die Seilbahn mit zwei Stützen und einer Geschwindigkeit von sieben Metern pro Sekunde verkehrt in einem automatischen Betrieb ohne Bahnpersonal. Kameras und Sensoren würden die ständige Überwachung garantieren, hiess es.
Schneller auf den «Piz Gloria»
Die Steilbahn ist Teil des Projekts «Schilthornbahn 20XX». Das Schilthorn, auch bekannt als «Piz Gloria» aus dem James-Bond-Film «Im Geheimdienst Ihrer Majestät» aus dem Jahr 1969, wird letztlich an 365 Tagen im Jahr erreichbar sein. Seit Mitte Oktober ist der Betrieb auf der obersten Sektion zwischen Birg und Schilthorn jedoch eingestellt.
Das Projekt umfasst den Neubau des Seilbahnsystems: Es wird drei Sektionen mit je zwei Kabinen auf der Strecke von Stechelberg nach Mürren über Brig bis aufs Schilthorn geben.
Damit entfällt ein Umsteigevorgang: Die Reisezeit verkürzt sich von 32 Minuten auf etwas mehr als 18 Minuten. Die Schilthornbahn AG beziffert die Kosten auf 90 bis 100 Millionen Franken. Im Frühling 2026 soll das Projekt abgeschlossen sein.
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
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STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
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