Internationaler Zug-Fernverkehr dürfte nicht betroffen sein 

SDA

10.8.2021 - 12:45

23.06.2021, Niedersachsen, Lehrte: Eine Lok wartet am MegaHub Lehrte auf die Weiterfahrt. Bei der Deutschen Bahn rücken Streiks der Lokführer mitten in der Ferienzeit näher. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat nach gescheiterten Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband Move konkrete Arbeitskampfmaßnahmen beschlossen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Julian Stratenschulte)
Eine Lok wartet im deutschen Lehrte auf die Weiterfahrt. Bei der Deutschen Bahn gehen die Lokführer mitten in der Ferienzeit in den Streik. (Symbolbild)
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Bahnreisende in Deutschland müssen ab der Nacht zum Mittwoch wegen Streiks bei der Deutschen Bahn mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen. Laut SBB dürfte der Fernverkehr zwischen der Schweiz und Deutschland nicht betroffen sein. 

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10.8.2021 - 12:45

Zurzeit gehe man bei der SBB davon aus, dass vom Streik bei der Deutschen Bahn ab Mittwochmorgen nur der Personennahverkehr in Deutschland betroffen sein dürfte – das sagte SBB-Sprecherin Ottavia Masserini am Dienstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Man beobachte die Lage laufend und stehe mit den Partner-Unternehmen in Kontakt.

Personen, die in den nächsten Tagen nach oder aus Deutschland reisen wollten, sollten sich über die App, die Website oder den Kundenservice über den Stand informieren, sagte Masserini weiter.

Die Mitglieder der Lokführergewerkschaft GDL hatten sich zuvor in einer Urabstimmung mit 95 Prozent für einen Arbeitskampf ausgesprochen. Ihnen reichen die von der DB angebotenen Lohnerhöhungen nicht aus.

Bereits an diesem Dienstagabend werde der Güterverkehr bestreikt, wie GDL-Chef Claus Weselsky am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Der Ausstand soll landesweit gelten. Ab Mittwochmorgen werde auch der Personenverkehr bestreikt. Enden soll der Arbeitskampf am frühen Freitagmorgen um 2 Uhr.

24.06.2021, Berlin: Claus Weselsky, Vorsitzender der Lokführergewerkschaft GDL, hängt im dbb Forum nach einer Pressekonferenz zu den Arbeitskampfmaßnahmen bei der Deutschen Bahn die Fotowand ab. Die Gewerkschaft will zunächst ihre Mitglieder zu einer Urabstimmung aufrufen. Vor gut zwei Wochen hatte die GDL das Scheitern der Tarifverhandlungen erklärt und «Arbeitskampfmaßnahmen» ankündigt. Foto: Annette Riedl/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Annette Riedl)
GDL-Chef Claus Weselsky nach einer Pressekonferenz zu Arbeitskampfmassnahmen bei der Deutschen Bahn. (Archiv)
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Die GDL hatte die monatelangen Tarifgespräche bereits Anfang Juni für gescheitert erklärt. Die unter anderem durch die Corona-Krise und die Flutkatastrophe angeschlagene Deutsche Bahn hatte der GDL zuletzt Lohnerhöhungen in zwei Schritten angeboten: 1,5 Prozent zum 1. Januar 2022 und 1,7 Prozent zum 1. März 2023, bei einer Laufzeit bis Ende Juni 2024.

Der GDL reicht dies nicht aus. Sie kritisiert zudem den bereits mit der grösseren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) geschlossenen Tarifvertrag als völlig unzureichend.

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